Die wichtigsten Punkte als Übersicht

Corona-Regeln in Hamm für aktuellen Lockdown: Was darf ich und was nicht?

Corona Kontakte
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Kontakte in der Öffentlichkeit und im Privaten stehen besonders im Fokus. Der Hammer Sonderweg fällt dabei auf. (Symbolbild)

Was darf oder muss ich im Moment? Und was nicht? Wir haben wesentliche aktuelle Corona-Regeln herausgepickt und besondere Aspekte für Hamm ergänzt.

Hamm - Die Coronaschutzverordnungen verwirren viele Menschen oft mehr als sie aufklären. Was auch daran liegt, dass die Bund-Länder-Vereinbarungen in einigen Bundesländern (auch NRW) oft verändert und danach in einzelnen Städte und Kreisen ein weiteres Mal angepasst werden. Für Hamm gilt das in besonderer Weise bei den Kontaktbeschränkungen. (News zum Coronavirus in Hamm)

Für die Privaträume hatte Hamms OB Marc Herter schon früh einen Sonderweg gewählt, weil er die Landesvorgaben (die mehr appellieren als konkretisieren) für zu schwammig hielt; dieser Sonderweg hat weiter Bestand. Herter sagt: „Es ist bedauerlich, dass die Landesregierung es einmal mehr verpasst hat, Regelungen für den privaten Raum vorzunehmen.“ Deshalb habe die Stadt Hamm ihre Allgemeinverfügung bis zum 14. Februar verlängert. Das und mehr lesen Sie hier:

Corona-Regeln in Hamm bis 14. Februar 2021 (Auszug):

  • Kontaktbeschränkungen: Treffen jenseits des eigenen Haushalts und der eigenen Haustür sind nur mit einer weiteren Person erlaubt (explizit eingeschlossen sind Kinder unter 14, außer es handelt es sich um betreute Kinder). Das gilt natürlich auch für Hamm.
    Für Privaträume in Hamm gilt eine besondere Regelung (fixiert in einer städtischen Allgemeinverfügung): Hier dürfen sich bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen (Kinder unter 14 werden in diesem Fall nicht mitgezählt).
  • Maskenpflicht: In geschlossenen öffentlichen Räumen muss eine Alltagsmaske getragen werden. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen. Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten sowie in Hamm in der Fußgängerzone an Samstagen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • (Ab Montag, 25. Januar, gilt im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken, also entweder FFP2- oder OP-Masken. Kinder unter 14, denen diese Masken nicht passen, können weiter auf eine Alltagsmaske ausweichen. Kinder bis zur Grundschule sind von der Maskenpflicht ausgenommen. )
  • (Ab Montag, 25. Januar, müssen Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen. Dort, wo Arbeiten in Präsenz erforderlich ist, sollen die Arbeitgeber ihren Beschäftigten kostenlos medizinische Masken zur Verfügung stellen.)
  • Alkoholverbot: Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist untersagt. (Ab Montag, 25. Januar, fällt dieses Verbot weg. Allerdings ist der Verkauf von Alkohol zwischen 23 und 6 Uhr untersagt.)
  • Partys und ähnliche Feiern sind generell untersagt. 
  • Betriebskantinen dürfen - wie andere gastronomische Betriebe auch - allenfalls Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.
  • Die Linienbusse in Hamm fahren weiterhin stark eingeschränkt. Es gilt der Ferien-Fahrplan.
  • Freizeit: Der Maxipark, der Tierpark, das Museum und alle Bäder in Hamm bleiben geschlossen.
  • Der Wertstoffhof am Lausbach in Hamm und die Sammelstelle für Grünabfall an den Zentralhallen sind seit Montag, 18. Januar, wieder geöffnet.
Schilder weisen seit November unter anderem am Kino und am Marktplatz auf die Maskenpflicht hin. Allerdings ohne Zeit- und Ortsangaben, denn die Pflicht gilt neben den Geschäften (drinnen und davor) tatsächlich „nur“ zu Marktzeiten (rund um die Pauluskirche) beziehungsweise an Samstagen (im Bereich der Fußgängerzone). „Durch die bewusste Gestaltung der Schilder ohne konkrete Zeiten/Bereiche gelten die Schilder als Appell, die Maske entsprechend der aktuell geltenden Regeln zu tragen“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster.
  • Der Einzelhandel ist und bleibt in weiten Teilen geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel. Auch Baumärkte bleiben – anders als beim Frühjahrs-Lockdown – geschlossen.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe bleiben ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie, bleiben möglich.
  • Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”.
  • Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt.

Für die aktuelle (allgemeingültige) Coronaschutzverordnung in NRW mit vielen weiteren Aspekten und Ausführungen klicken Sie bitte hier.

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