Maßnahmen gegen hohe Zahlen

Neue Corona-Regeln für Hamm: Das gilt ab sofort

Ab heute, Mittwoch, gelten in Hamm neue, schärfere Corona-Regeln. Die Stadt ist am Tag der Bund-Länder-Konferenz mit Angela Merkel schon einen Schritt weiter, um die hohen Zahlen einzudämmen.

Hamm – Wenn am Mittwoch die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin über eine Verlängerung/Verschärfung des Lockdowns beraten werden, ist Hamm schon einen Schritt weiter. Ab sofort sind private Treffen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in privaten Räumen nur noch mit maximal zehn Personen beziehungsweise den Personen aus dem eigenen Hausstand gestattet. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
Fläche226,43 km2
Einwohner179.916 (31. Dez. 2019)
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterMarc Herter (SPD)

Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Bußgeld von 2.500 Euro. Die neuen Corona-Regeln gelten – vorbehaltlich weitergehender Bestimmung durch das Land NRW – zunächst bis zum 18. Dezember.

Neue Corona-Regeln für Hamm: Maskenpflicht, Kontrollen, private Treffen betroffen

Mit den neuen Corona-Regeln für Hamm ist die Maskenpflicht verschärft worden. Ab Mittwoch gilt in einem Umfeld von 150 Metern rund um die weiterführenden Schulen während der Unterrichtszeiten (7 bis 18 Uhr) eine Maskenpflicht. Auf deren Einhaltung werden ab sofort 18 Sozialarbeiter achten. Das erklärte Stadtsprecher Tom Herberg im Nachgang zu turnusmäßigen Sitzung des Corona-Krisenstabs, der am Dienstag zusammengekommen war.

Die Sozialarbeiter würden ab sofort mehrmals pro Woche in zivil vor unterschiedlichen Schulen die Lage beobachten und Ansprachen an die Schüler halten. Sollte es hartnäckige Maskenmuffel geben, werden diese mit 150 Euro Bußgeld durch das Ordnungsamt belegt. „Es wird nicht nur beim guten Zureden bleiben“, kündigte Herberg an. Darüber hinaus wird der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) ebenfalls vor den Schulen kontrollieren – dies aber wie gewohnt in Uniform.

Desweiteren wird samstags ebenfalls von 7 bis 18 Uhr in der Fußgängerzone und einigen Bereichen der Innenstadt wie dem Willy-Brandt-Platz das Tragen einer Maske zur Auflage gemacht. Auch hier drohen bei Verstößen Bußgelder von 150 Euro.

Corona in Hamm: Bundeswehr soll länger bleiben - mehr Soldaten zur Nachverfolgung von Kontakten

Die Bundeswehrhilfe zur Nachverfolgung von Corona-Fällen wird in Hamm verlängert und personell aufgestockt. Auch das wurde im Nachgang zur Krisenstab-Sitzung bekannt gegeben. Zehn Bundeswehrbedienstete hatten in den letzten Wochen den Coronastab unterstützt und die Verwaltungsmitarbeiter entlastet. Diese Maßnahme wäre eigentlich am 5. Dezember ausgelaufen. Nun kommen weitere zehn Soldaten nach Hamm und werden – dann also mit 20-Mann-Stärke – bis zum 15. Januar im Corona-Team mitwirken. „Das ist für uns eine super Entlastung“, sagte Stadtsprecher Herberg.

Die Maskenpflicht wird strenger: Eng ist es derzeit wieder in den Linienbussen in Hamm.

Impfzentrum in Hamm: Mehrere Standorte möglich - Impfung auch mobil

Die Stadt Hamm bereitet sich auf die Einrichtung eines Impfzentrums vor. Es werde ein stationäres Angebot geben, zusätzlich sollen aber auch mobile Möglichkeiten geschaffen werden, hieß es aus dem Rathaus. Die Standortfrage ist noch nicht abschließend beschieden. Vermutlich wird es auf die Alfred-Fischer-Halle hinauslaufen.

Oberbürgermeister Marc Herter hat Feuerwehr-Dezernent Markus Kreuz mit der Einrichtung des Impfzentrums betraut. „Wichtig ist mir, dass diese neue Einheit als eigenständiger Bereich geführt wird. Die weitere Testung sowie Kontaktermittlung und Kontaktnachverfolgung bei Corona-Verdachtsfällen bleibt davon unberührt“, sagte Herter.

Das Land wird die kreisfreien Kommunen sowie Kreise auffordern, nach Möglichkeit bis Weihnachten entsprechende Strukturen zu schaffen. In der Umsetzung vertraut die Landesregierung darauf, dass die Kommunen zur Durchführung selbstständig Kooperationen mit Hilfsorganisationen schließen. Die Feuerwehr wird nun in Aufbau und Organisation des Impfzentrums Hamm einbezogen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Verwaltungsvorstand am Dienstag. „Das wird eine herausfordernde Aufgabe. Zugleich ist dies ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger,“ sagte Markus Kreuz. „Es bedeutet Licht am Ende des Corona-Tunnels.“

Corona in Hamm: Stadt testet mehr als Dortmund

Hamm testet mehr als umliegende Städte wie zum Beispiel Dortmund. Das war die Nachricht am Dienstag. Weil in Hamm in einem Haushalt alle Angehörigen eines Betroffenen abgestrichen werden kommt es zu hohen Gesamtzahlen. Grob geschätzt seien das 30 bis 40 Prozent aller Corona-Fälle, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Würde man dies in Hamm nicht tun, läge die Inzidenz bei 150 bis 170.

Rubriklistenbild: © © Andreas Rother

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