Ausgangssperre und Schließungen

Corona-Regeln in Hamm: Notbremse greift – Was darf ich? Was nicht?

Was darf oder muss ich im Moment? Und was nicht? Wir haben wesentliche aktuelle Corona-Regeln herausgepickt und besondere Aspekte für Hamm ergänzt.

Hamm – Die Coronaschutzverordnungen verwirren viele Menschen oft mehr als sie aufklären. Wir haben die seit dem 17. April in Hamm geltenden aktuellen Regeln zusammengefasst, die sich an der „Bundes-Notbremse“ orientieren. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
Fläche226,3 km²
Einwohner179.397 (2016)

Corona-Regeln in Hamm seit 17. April (Schwerpunkte):

  • Es gilt eine Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr. In dieser Zeit ist der Aufenthalt in der Öffentlichkeit nicht gestattet: kein Spaziergang, kein Ausflug, kein Rückweg von privaten Besuchen.
    Es gelten diese Ausnahmen:
    - Weg zur Arbeit und zur Berufsausübung (eine Bescheinigung des Arbeitgebers wird benötigt),
    - Wege aus gesundheitlichen Gründen, z. B. zum Arzt/ medizinischer Behandlung,
    - Betreuung pflegebedürftiger Personen oder Minderjähriger, Sterbebegleitung,
    - Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts.
    - Zwischen 22 und 24 Uhr kann außerdem weiterhin allein mit dem Hund gegangen werden. Auch Spaziergänge und Joggingrunden sind in dieser Zeit - ebenfalls allein - möglich.
    Die Einhaltung der Ausgangssperre wird durch die Polizei und die Stadt Hamm (KOD) überwacht. Bei Verstößen werden 250 Euro fällig.
  • Im privaten Raum darf sich nur ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen (festgelegt durch die „Bundes-Notbremse“ für ganz Deutschland). Es darf also nur noch eine Person einen anderen Haushalt besuchen. Bei der Personenzahl werden Kinder unter 15 Jahren nicht mitgezählt.
    Auch in der Öffentlichkeit darf sich maximal ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen (Kinder unter 14 nicht mitgezählt). Paare gelten dabei als ein Haushalt, auch wenn sie in verschiedenen Wohnungen leben.
  • Der gesamte Einzelhandel, der nicht Waren des täglichen Bedarfs führt, wird für Kundschaft geschlossen. Lediglich das kontaktlose Abholen von zuvor z.B. im Internet bestellten Waren ist nach wie vor möglich („Click and Collect“).
    Dieselbe Regelung gilt für Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ausnahmen: Friseure, Fußpflege sowie medizinisch notwendige Dienstleistungen. Diese Betriebe dürfen weiterhin öffnen, allerdings muss ein aktueller negativer Schnelltest vorgelegt werden.
    Geöffnet sind wie gewohnt Discounter, Supermärkte und Getränkemärkte, Apotheken, Drogerien und Reformhäuser, Tankstellen, Kioske, Futtermittelmärkte, Tierbedarfsmärkte und Buchhändler.
    Handwerker und Dienstleistungen wie Reinigungen, Kfz-Werkstätten und Waschsalons dürfen weiterhin öffnen, aber nur notwendiges Zubehör verkaufen.
    Gartencenter, Baumärkte und Gartenbaumärkte dürfen nur Blumen, Pflanzen und unmittelbaren Zubehör verkaufen - und ansonsten nur noch für gewerbliche Kunden öffnen.
    Auf dem Wochenmarkt dürfen nur Stände mit Schwerpunkt auf Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs öffnen. Auf dem gesamten Wochenmarkt gilt Maskenpflicht.
    Fahrschulen dürfen unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben öffnen.
  • Der Maxipark und der Tierpark sind geöffnet.
    Skater-Anlagen und Bolzplätze im Stadtgebiet dürfen wieder betreten werden.
    Das Gustav-Lübcke-Museum bleibt geschlossen.
    Die Stadtbüchereien öffnen ab dem 25. Mai wieder eingeschränkt. Online bestellte Waren abzuholen oder ausgeliehene Waren wieder abzugeben ist auch vorher möglich.
    Die öffentlichen Spielplätze bleiben täglich in der Zeit von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Es gilt eine Maskenpflicht.
  • Kontaktfreier Sport darf allein, zu zweit oder im Hausstand getrieben werden.
    Individuelle sportliche Betätigung in Form von Joggen und Radfahren bleibt möglich: allein oder maximal zu zweit.
    Öffentliche Sportanlagen und Schwimmbäder sind geschlossen.
    Sporthallen und Fitnessstudios sind geschlossen.
  • Trauerfeiern und Beisetzungen dürfen maximal 30 Personen beiwohnen.
    Hochzeiten: Im Trauzimmer selbst bleiben die Regeln unverändert. Die zulässige Teilnehmerzahl richtet sich nach der Raumgröße. Anders als zuletzt darf es nach der Trauung keine Ansammlung mehr vor der Stätte geben. Das Anstoßen mit einem Glas Sekt fällt weg. Ein Haushalt plus eine Person sind hier noch gestattet (Kinder unter 14 Jahren ausgenommen).

Das gilt für doppelt Geimpfte und Genesene

Bundesweite gibt es folgende Vorteile für Corona-Geimpfte und Genesene:

  • Private Treffen: Die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten nicht, wenn ausschließlich Geimpfte oder Genesene an einem Treffen teilnehmen. Ganz gleich, ob zum Abendessen, Filmabend oder ähnliches. Dazu kommt: Geimpfte oder Genesene werden bei privaten Treffen nicht mehr mitgezählt. Heißt also: Da, wo sich aktuell nur ein Haushalt mit einer weiteren Person (plus Kinder bis 14 Jahre) treffen darf, könnten beliebig viele Geimpfte und Genesene hinzukommen.
  • Ausgangssperre: Die in der Bundes-Notbremse verankerten Ausgangsbeschränkungen von 22 bis 5 Uhr gelten für Geimpfte und Genesene nicht mehr.
  • Gleiches Recht wie Getestete: Geimpfte und Genesene werden wie negativ Getestete gezählt, was bedeutet: Sie müssen beim Einkaufen im Einzelhandel oder beim Friseur-Besuch keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen.
  • Quarantänepflicht: Nach Reisen müssen Geimpfte und Genesene nicht mehr in Quarantäne - außer, sie reisen aus einem Virusvariantengebiet ein.
Überall im ausgewiesenen Bereich muss in Hamm ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Die Maskenpflicht gilt für die Fußgängerzone und die Nebenstraßen. Dazu gehört z.B. der Platz der Deutschen Einheit, der Willy-Brandt-Platz sowie in der Gutenbergstraße und dem Verbindungsweg zwischen Königstraße und Ostenwall, also rund um das Kino.
    Maskenpflicht besteht ferner zum Beispiel auf den Wochenmärkten
  • In Geschäften gilt die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken, also entweder FFP2- oder OP-Masken. Kinder unter 14, denen diese Masken nicht passen, können eine Alltagsmaske nutzen. Kinder bis zur Grundschule sind von der Maskenpflicht ausgenommen. 
    Im öffentlichen Personennahverkehr (Bus und Bahn) sowie im Taxi muss seit Samstag, 24. April, eine FFP 2-Maske getragen werden. Eine (dünnere) OP-Maske ist in Bus und Bahn nicht mehr zulässig.
    In privaten Autos gilt keine Mundschutzpflicht.
  • In geschlossenen öffentlichen Räumen muss eine Alltagsmaske getragen werden. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Partys und ähnliche Feiern sind generell untersagt. 
  • Der Wertstoffhof am Lausbach und die Sammelstelle für Grünabfall an den Zentralhallen sind geöffnet.

Erläuterungen und weitergehende Informationen sind in der aktuellen städtischen Allgemeinverfügung nachzulesen (hier klicken). Die aktuelle Allgemeinverfügung ist gültig bis zum 4. Juni.

Rubriklistenbild: © Hanneken

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