Notbremse gelöst

Corona-Regeln in Hamm: Was darf ich aktuell? Was nicht?

Die Corona-Regeln in Hamm: Was darf oder muss ich im Moment? Und was nicht? Die wesentlichen Maßnahmen mit den wichtigsten Aspekten im Überblick.

Hamm – Die Coronaschutzverordnungen verwirren viele Menschen oft mehr als sie aufklären. Wir haben die seit dem 27. Mai in Hamm geltenden aktuellen Regeln zusammengefasst, nachdem die Stadt die „Bundesnotbremse“ lösen konnte. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
Fläche226,3 km²
Einwohner179.397 (2016)

Corona-Regeln in Hamm seit 27. Mai (Schwerpunkte):

  • Es gilt keine Ausgangssperre mehr.
  • Schnelltest-Ergebnisse dürfen nun bis zu 48 Stunden alt sein (vorher maximal 24 Stunden). Aktuell gibt es in Hamm mehr als 30 Schnelltest-Zentren.
  • Kontaktbeschränkungen: Diese gelten weiterhin, vor allem im öffentlichen Raum: Draußen dürfen sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht mit. Paare gelten als ein Haushalt, auch wenn sie in verschiedenen Wohnungen leben. Im privaten Raum dagegen gibt es erstmals seit dem Herbst keine klare Kontaktbeschränkung mehr. Dort gilt die Coronaschutzverordnung des Landes. Sie verbietet Partys und vergleichbare Feiern – legt aber nicht fest, was als Party zu verstehen ist. Personenbegrenzungen gibt es nicht.
  • Gastro, Handel, Tourismus: Die Außengastronomie darf zum ersten Mal in diesem Jahr öffnen. Gästen muss ein fester Platz zugewiesen zugewiesen werden. Es werden negative Schnelltests beziehungsweise Nachweise über eine Immunität benötigt. Im Einzelhandel ist einkaufen wieder ohne Test und Termin möglich. Es gelten aber weiterhin Kundenbegrenzungen. Touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen, auf Campingplätzen et cetera sind ebenfalls mit negativem Test beziehungsweise Nachweis erlaubt. Hotels dürfen bis zu 60 Prozent ihrer Betten belegen. 
  • Körpernahe Dienstleistungen: Ein negativer Test beim Friseur oder bei der Kosmetikerin ist nur notwendig, wenn Behandlungen im Gesicht stattfinden – etwa zur Bartpflege oder Gesichtsbehandlung. Dafür darf die Maske abgenommen werden.
  • Fahrschulen: Sie dürfen unter Beachtung der Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben öffnen.
  • Sport: Bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen gemeinsam Sport machen, kontaktfrei sind es draußen bis zu 20 Personen. Für Kinder gilt: Bis zu 20 Kinder bis einschließlich 14 Jahre dürfen draußen gemeinsam mit zwei Aufsichtspersonen Sport treiben. Bei Sportveranstaltungen im Freien sind Zuschauer mit festen Sitzplätzen bis zu 20 Prozent der eigentlichen Auslastung zugelassen, maximal 500 Personen. Es werden negative Schnelltests benötigt. Sporthallen und Fitnessstudios sind geschlossen.
  • Freibäder und Schwimmkurse: Anfänger- und Kleinkinderschwimmkurse können in Hallenbädern mit bis zu fünf Kindern bis 18 Jahre, in Freibädern mit bis zu 20 Kindern bis 18 Jahre stattfinden. Die Hammer Freibäder öffnen am 1. Juni. Die Liegewiesen bleiben gesperrt, es gelten Besucherbegrenzungen. Es werden negative Schnelltests benötigt.
  • Tierpark und Maxipark: Im Tierpark braucht man nun ebenso wie im Maxipark keinen Schnelltest mehr. Minigolfanlagen, Kletterparks, Hochseilgärten im Freien dürfen wieder öffnen. Wer sie nutzen will, braucht einen Nachweis über einen negativen Schnelltest oder eine Immunität.
  • Kultur und Musik: Musikschulunterricht ist drinnen für bis zu fünf Schüler und draußen mit bis zu 20 Schülern erlaubt – aber nur für Schüler bis 18 Jahre. Konzerte und kulturelle Aufführungen sind im Freien mit bis zu 500 Zuschauern möglich. Es gilt die Testpflicht. Ebenfalls mit Test dürfen Chöre, Orchester und ähnliche Gruppen wieder im Freien proben. Das Gustav-Lübcke-Museum öffnet wieder: ohne Schnelltest, aber mit Termin. Führungen sind allerdings erst wieder erlaubt, wenn die Inzidenz stabil unter 50 liegt.

Das gilt für doppelt Geimpfte und Genesene

Bundesweite gibt es folgende Vorteile für doppelt Corona-Geimpfte (nach 14 Tagen ab der zweitem Impfung) und nicht länger als sechs Monate Genesene:

  • Private Treffen: Die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten nicht, wenn ausschließlich Geimpfte oder Genesene an einem Treffen teilnehmen. Ganz gleich, ob zum Abendessen, Filmabend oder ähnliches. Dazu kommt: Geimpfte oder Genesene werden bei privaten Treffen nicht mehr mitgezählt. Heißt also: Da, wo sich aktuell nur ein Haushalt mit einer weiteren Person (plus Kinder bis 14 Jahre) treffen darf, könnten beliebig viele Geimpfte und Genesene hinzukommen.
  • Gleiches Recht wie Getestete: Geimpfte und Genesene werden wie negativ Getestete gezählt, was bedeutet: Sie müssen überall dort, wo ein Besuch nur mit einem negativem Test möglich ist, ihren Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzeigen.
  • Quarantänepflicht: Nach Reisen müssen Geimpfte und Genesene nicht mehr in Quarantäne - außer, sie reisen aus einem Virusvariantengebiet ein.
Überall im ausgewiesenen Bereich muss in Hamm ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
  • Die Maskenpflicht gilt weiter für die Fußgängerzone und die Nebenstraßen. Dazu gehört z.B. der Platz der Deutschen Einheit, der Willy-Brandt-Platz sowie in der Gutenbergstraße und dem Verbindungsweg zwischen Königstraße und Ostenwall, also rund um das Kino.
    Maskenpflicht besteht ferner zum Beispiel auf den Wochenmärkten
  • In Geschäften gilt die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken, also entweder FFP2- oder OP-Masken. Kinder unter 14, denen diese Masken nicht passen, können eine Alltagsmaske nutzen. Kinder bis zur Grundschule sind von der Maskenpflicht ausgenommen. 
    Im öffentlichen Personennahverkehr (Bus und Bahn) sowie im Taxi muss seit Samstag, 24. April, eine FFP 2-Maske getragen werden. Eine (dünnere) OP-Maske ist in Bus und Bahn nicht mehr zulässig.
    In privaten Autos gilt keine Mundschutzpflicht.
  • In geschlossenen öffentlichen Räumen muss eine Alltagsmaske getragen werden. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann.
  • Partys und ähnliche Feiern sind generell untersagt. 
  • Der Wertstoffhof am Lausbach und die Sammelstelle für Grünabfall an den Zentralhallen sind geöffnet.

Erläuterungen und weitergehende Informationen sind unter www.hamm.de/corona und in der aktuellen städtischen Allgemeinverfügung nachzulesen (hier klicken). Die aktuelle Allgemeinverfügung ist gültig bis zum 4. Juni.

Rubriklistenbild: © Hanneken

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