„Kissinger Höhe“ im Blickpunkt

„Corona-Partys“ auf Hammer Halde? Was weiß die Stadt?

Auch in Hamm wollen sich einige Leute das Feiern trotz Corona nicht verbieten lassen.
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Auch in Hamm wollen sich einige Leute das Feiern trotz Corona nicht verbieten lassen. Im Zweifel werden halt heimliche Orte dafür gesucht. (Symbolbild)

Die Bergehalde „Kissinger Höhe“ als Ort für illegale Corona-Partys? Ganz ausschließen will die Stadt Hamm dies nicht. Immerhin rückte ein ähnlicher Ort vor wenigen Tagen erst in den Blickpunkt der Aufpasser.

Pelkum/Bergkamen – Bisher sei die Halde des früheren Bergwerks Heinrich-Robert in dieser Frage unauffällig, sagte Stadtsprecher Lukas Huster nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt. Auch aus der Bevölkerung habe es hierzu noch keine Hinweise gegeben, was aber auch an dem weitläufigen und schlecht einsehbaren Gelände liegen mag. Ähnlich äußerte sich der Regionalverband Ruhr (RVR). Anders als in Bergkamen kürzlich auf der Halde Großes Holz gebe es in Hamm bislang keine Hinweise auf größere Partys auf der Halde, sagte Verbandssprecher Jens Hapke.

Das bedeutet aber nicht, dass es nicht doch größere Treffen gibt. Denn insgesamt hat sich die Halde zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, wovon die großen Mengen Müll auf dem Halden-Top oberhalb von „Cottmanns Hütte“ zeugen, die vom RVR und dem Förderverein „Kissinger Höhe“ regelmäßig beseitigt werden müssen.

Polizei stoppt Corona-Party im Nachbarort

Auf der Halde „Großes Holz“ war am Samstag bereits ein Pavillon aufgebaut, die Musikanlage betriebsbereit. Doch die ersten Gäste trugen Uniform statt Partydress: Polizei und Ordnungsamt zogen den Stecker, bevor das verbotene Spektakel in Fahrt kommen und zum Infektionsherd in der Pandemie ausufern konnte. Fünf junge Leute hatten in der „Tradition“ so geheimer wie verbotener Partys an Bergkamens höchstem Hügel mutmaßlich Größeres vor. Jedenfalls prüft das Rechtsamt der Stadt Bergkamen nun, ob dem Quintett neben dem „einfachen“ Verstoß gegen die Coronaregeln – Treffen von mehr als zwei Haushalten – mit einem Bußgeld von 250 Euro pro Nase auch die Organisation einer verbotenen Veranstaltung nachgewiesen werden kann. Das würde vierstellig ins Geld gehen.

Illegale Raver-Partys hat es nach Auskunft des Bergkamener Ordnungsamtes immer wieder mal gegeben. Zuletzt machte im vergangenen Sommer der Tunnel für die ehemalige Förderbandstrecke der Bergbauanlage als Anziehungspunkt Schlagzeilen. Er soll im Zuge der Fertigstellung des nächsten Haldenabschnitts im Winter vollends verfüllt werden.

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