Inzidenzwert anhaltend zu hoch

Bundes-Notbremse: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Hamm

Mit der bundesweiten Notbremse kommt auch eine neue Ausgangssperre. Doch in Hamm gelten ab Samstag auch noch andere Corona-Regeln als in weiten Teilen der Republik.

Hamm - Damit bleibt es auf Hammer Stadtgebiet bei einer Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr am Folgetag. Friseurbesuche sind in Hamm nur noch mit einem negativen Schnelltest erlaubt. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Einwohner179.916 (31. Dez. 2019)

Bundes-Notbremse tritt in Hamm in Kraft - diese Regeln gelten ab Samstag, 0 Uhr

Oberbürgermeister Marc Herter appelliert an alle Haushalte, bei dieser „letzten großen Kraftanstrengung“ mitzuziehen. „Wir müssen alles dafür tun, von der aktuell hohen Zahl der Infizierten herunterzukommen. Wir haben das in Hamm in diesem Frühjahr schon einmal geschafft, und ich bin zuversichtlich: Wir schaffen das wieder, wenn wir gemeinsam die Kontaktbeschränkungen und die Regeln des Infektionsschutzes beherzigen.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Regeln, die zunächst bis um 10. Mai gelten:

  • Ausgangsbeschränkung: Sie gilt von 21 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag. Es müssen triftige Gründe vorliegen (z. B. Arbeit, Betreuung Schwerstkranker), um die Sperrstunde umgehen zu dürfen. Erlaubt bleiben zudem bis 24 Uhr Spaziergänge für eine Person.
  • Hochzeiten, Beisetzungen: Maximal 25 Personen dürfen daran teilnehmen.
  • Spielplätze: Ab 20 Uhr gilt hier ein Betretungsverbot.
  • Bolzplätze, Skateranlagen: Die Anlagen bleiben geschlossen.
  • Tierpark und Maxipark: Bleiben geschlossen.
  • Museum, Stadtbücherei: Bleiben geschlossen (In der Stadtbücherei können Bücher und sonstige Medien per Click&Collect ausgeliehen werden).
  • Private Treffen: Nur ein Hausstand und eine weitere externe Person dürfen sich noch treffen. Das gilt sowohl für den öffentlichen wie den privaten Bereich.
  • Wettbüros, Solarien: Bleiben geschlossen.
  • Gastronomie: Bleibt geschlossen. Das Abholen von Speisen ist zwischen 5 Uhr und 21 Uhr erlaubt. Lieferdienste dürfen uneingeschränkt ausliefern.
  • Friseure, Fußpflege: Bleiben geöffnet, dürfen aber nur mit negativem Schnelltestergebnis aufgesucht werden. Private Selbsttests sind dafür nicht gültig; eine Übersicht über die registrierten Teststellen in Hamm finden Sie hier.
  • ÖPNV: Die Busse fahren, aber eine FFP2-Maske ist verpflichtend zu tragen. Eine (dünnere) OP-Maske ist in Bus und Bahn nicht mehr zulässig.
  • Sport: Darf im Außenbereich kontaktfrei allein, zu zweit oder im Hausstand getrieben werden.
  • Handel: Geschäfte, die Lebensmittel und Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs vorhalten, dürfen weiterhin öffnen. Das sind: Lebensmittel-, Supermärkte und Getränkemärkte, der Großhandel, Apotheken, Reformhäuser, Sanitätshäuser, Babyfachmärkte und Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker und Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen, Kioske und Zeitungsverkaufsstellen, Futtermittelmärkte und Tierbedarfsmärkte. Hier ist weiterhin der Einkauf ohne Schnelltest und ohne Terminbuchung möglich.
  • Gartencenter: Hier dürfen nur Blumen, Pflanzen und unmittelbares Zubehör verkauft werden.
  • Baumärkte: Hier ist nur noch die Abholung vorbestellter Waren (Click&Collect) gestattet.
  • Wochenmarkt: Hier dürfen nur noch Stände mit Schwerpunkt auf Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs öffnen. Auf dem gesamten Wochenmarkt gilt wie in der Fußgängerzone und den umliegenden Straßen die Maskenpflicht.
  • Sonstiger Einzelhandel: Der gesamte weitere Einzelhandel ist geschlossen. Es ist nur noch die Abholung bereits bestellter Waren möglich (Click&Collect).
  • Kindertagesstätten: Her wird nur noch eine bedarfsgerechte Notbetreuung durchgeführt. Der Montag, 26. April, wird in Hamm ein Puffertag sein. Das heißt: Kein Kind wird abgewiesen. Ab Dienstag ist eine Betreuung möglich, wenn eine Eigenerklärung der Eltern vorliegt. Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung haben einen Anspruch auf Betreuung.
  • Schulen: Es findet weiter kein Präsenzunterricht statt. Ausnahme werden für Abschlussklassen, an Förderschulen und Prüfungen gemacht. Eine pädagogische Notbetreuung wird es wie bisher geben.

Corona-Notbremse in Hamm: Was wird mit dem Modellprojekt?

Nach einer Entscheidung des Landes kann die Stadt Hamm ab 26. April Modellkommune für Lockerungen sein. Das Projekt kann aber erst beginnen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. „Bis zum angepeilten Start sind es noch knapp zwei Wochen, sodass wir hoffen, dass sich die Lage wieder entspannt“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. Scharfe Kritik an der Initiative der Stadt kam von den Grünen - immerhin Rathaus-Partner von OB Marc Herter.

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß

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