Mundschutz nicht Pflicht in der Stadt

Corona: Tag 1 der Lockerungen in Hamm - So lief es ab

Der Andrang in der Hammer Innenstadt war am Montag noch überschaubar. Immer wieder waren Mitarbeiter und Kunden mit Mundschutz zu sehen. Eine Pflicht dafür soll es in Hamm aber vorerst nicht geben.
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Der Andrang in der Hammer Innenstadt war am Montag noch überschaubar. Immer wieder waren Mitarbeiter und Kunden mit Mundschutz zu sehen. Eine Pflicht dafür soll es in Hamm aber vorerst nicht geben.

Tag 1 der Lockerungen in der Corona-Krise: Die meisten Einzelhändler durften am Montag wieder ihre Geschäfte öffnen. Fast alle Händler in Hamm nutzten das. Das Thema Mundschutz war oft gegenwärtig.

Hamm – Nach über vier Wochen hinter verschlossenen Ladentüren freuten sich Verkäufer, ihre Kunden begrüßen zu dürfen – und die Kunden wieder über ein Stück Normalität. Ein Blick in die Hammer Fußgängerzone schon in den Mittagsstunden zeigte: Fast alle Geschäfte waren geöffnet, die Stadt deutlich belebter als in den vergangenen Tagen.

Und in den Geschäften? „Wie beobachten einen verhaltenen Besuch“, resümiert Matthias Grabitz. Als Sprecher des Hammer Einzelhandels hat er sich bei seinen Kollegen umgehört. Alle zögen das gleiche Fazit. Auch, dass die Kunden sich an Abstandsregeln hielten und nicht in Gruppen zusammen stünden. „Die Menschen sind sehr diszipliniert“, so Grabitz. Seine Verkäuferinnen hat er mit einem Mundschutz ausgestattet. Je nach Bedarf würden sie ihn bei Beratungsgesprächen einsetzen.

Kunden mit Mundschutz - OB gegen Pflicht

Zahlreiche Kunden waren am Montag auch mit solch einem Schutz in der Innenstadt unterwegs. Dass er zur Pflicht wird, davon will Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann vorerst absehen. In Münster und Dorsten wird die Maske ab der kommenden Woche beim Einkaufen verlangt. „Wir halten uns an die Empfehlung des Landes und raten dazu, beim Einkaufen einen entsprechenden Schutz zu tragen“, sagte der OB.

Im Lauf der Woche solle dazu eine abschließende Entscheidung fallen.

So organisieren sich die Geschäfte:

Um Infektionen zu vermeiden, müssen sich die Geschäfte neu organisieren. So lassen Mitarbeiter – je nach Ladengröße – nur eine begrenzte Anzahl an Kunden zu. Händler baten zudem ihre Kunden, auf Kartenzahlung umzusteigen. Schlangen bildeten sich aber nicht vor den Hammer Geschäften in der Innenstadt.

Die meisten Besucher genossen es sichtlich, wieder Bummeln zu gehen, und in den Auslagen zu stöbern. „Es macht Spaß wieder ein wenig Normalität genießen zu können“, sagte ein Kundin auf der Weststraße. Sie freue sich auf neue Frühjahrsmode und könne es nicht abwarten sich endlich neu einzukleiden.

Obwohl die Stadt am Montag recht belebt war, registrierte die Stadt keine Verstöße gegen die Kontaktsperre. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), der verstärkt in der Innenstadt unterwegs war, musste nirgends einschreiten und Strafen verhängen.

Corona: Eindrücke vom Tag 1 nach der Lockerung

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Ein Blick ins Allee-Center

Öffnen durfte auch wieder das Allee-Center. „Wir freuen uns, dass die Geschäfte schrittweise wieder öffnen dürfen. Wir starten langsam und entsprechend vorsichtig und unter Beachtung aller Auflagen“, sagte Center-Managerin Cornelia Ludlei. Um die Sicherheit von Kunden, Mietern, dessen Personal sowie des eigenen Personals zu gewährleisten, sei man entsprechend vorbereitet. So seien im Eingangsbereich des Allee-Centers Desinfektionsspender aufgestellt worden.

„Türgriffe und Aufzugsknöpfe und andere Punkte, die oft berührt werden, werden häufig gereinigt“, so Ludlei. Ein Ordnungsdienst würde den Kundenstrom regulieren. Außerdem seien beispielsweise Sitzgelegenheiten abgebaut worden, um Verweilzonen zu reduzieren. Ludlei: „Darüber hinaus stehen wir im Austausch mit den Behörden, um die Lage kontinuierlich zu bewerten und eventuell erforderliche weitere Maßnahmen kurzfristig umsetzen zu können.“

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