Minus 14,5 Prozent

Corona lässt Hammer Industrie-Umsätze einbrechen

Die Wirtschaft leidet auch in Hamm stark unter Corona
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Statistiker sehen deutliche Umsatzeinbrüche in der Hammer Industrie

Die Coronakrise macht sich auch bei den 45 Industriebetrieben in Hamm bemerkbar. Das zeigen die Zahlen, die Industrie und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt für die ersten neun Monate dieses und des vergangenen Jahres veröffentlicht hat.

Hamm – Der Umsatz aller Unternehmen in Hamm ging um 14,5 Prozent zurück von von 2,1 Milliarden Euro auf jetzt 1,8 Milliarden. Der Rückgang beim Auslandsumsatz war noch deutlicher: 509 Millionen Euro in diesem Jahr bedeuten IT.NRW zufolge ein Minus von 28,6 Prozent gegenüber 2019, als noch ein Umsatz von 712 Millionen Euro erwirtschaftet wurde.

Der Rückgang der Beschäftigten fiel nicht so gravierend aus. 2020 wurden 7 658 Beschäftigte in den Hammer Industriebetrieben gezählt, ein Jahr zuvor waren es noch 7 834. Das ist ein Minus von 2,2 Prozent. Hier dürfte die aktuell geltende Kurzarbeitergeldregelung eine Rolle spielen. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ging nämlich in größerem Umfang zurück als die der Beschäftigten: Kamen 2019 noch 9,2 Millionen Arbeitsstunden zusammen, so waren es ein Jahr später nur 8,3 Millionen Arbeitsstunden (minus 9,4 Prozent).

Zahlten die Hammer Industriebetriebe 2019 noch 281,3 Millionen Euro Entgelte, so waren es in diesem Jahr lediglich 266,8 Millionen Euro (minus 5,2 Prozent).

Es lohnt ein Blick in die Nachbarschaft. Zum Vergleich: In Münster sank der Umsatz der 40 Industriebetriebe nur minimal um 1,2 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, in Dortmund ging der Umsatz der 86 Industriebetriebe (plus 2) um 8,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Im ganzen Bundesland erwirtschafteten die nordrhein-westfälischen Industriebetriebe in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 einen Umsatz von 216 Milliarden Euro.

Das waren 11,3 Prozent weniger als von Januar bis September 2019.

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