„Eigentlich wie zwei Wochen Weihnachten"

Uno statt Kino: So nutzen Hammer Familien die Corona-Freizeit

Das sind Thea (6) und Flori (8) Milk mit ihrer Mama Nadine aus Herringen. Die Familie, zu der auch Papa Christian Milk gehört, vertreibt sich die Zeit abends mit Kartenspielen. Gerade steht Uno hoch im Rennen.
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Das sind Thea (6) und Flori (8) Milk mit ihrer Mama Nadine aus Herringen. Die Familie, zu der auch Papa Christian Milk gehört, vertreibt sich die Zeit abends mit Kartenspielen. Gerade steht Uno hoch im Rennen.

Normalerweise würden wir abends ins Kino gehen, uns mit Freunden auf einen Drink treffen oder bei schönem Wetter gemeinsam im Garten grillen. Und nun? WA.de wollte wissen, was machen die Hammer jetzt, wenn sie nicht mehr ausgehen können? Ist jetzt jeden Abend Familienabend?

Hamm – „Meinem Mann fehlt eindeutig der Sport. Er ist sonst immer zum Fußball gegangen, jetzt geht er Joggen. Ansonsten sind wir Couchpotatoes“, sagt die Hammerin Linda Orendi. Sie ist aktuell mit ihrem Mann und den zwei kleinen Kindern zuhause.

Wirklich viel verändert habe sich für die Familie aktuell nicht. „Wir gehen ganz wenig aus. Wir treffen uns ab und zu mit Freunden, das fehlt ein bisschen. Aber das machen wir jetzt über eine Videokonferenz, das ist auch immer ganz lustig. Dann erzählt jeder, wie es ihm jetzt so ergeht. Ansonsten verbringen wir die Abende gerne gemeinsam auf der Couch. Vorher und jetzt eben auch.“

Auch Familie Sadowski aus dem Hammer Süden macht das Beste aus der Zeit zuhause. „Eigentlich ist es wie zwei Wochen Weihnachten. Wir haben alle unsere Jogginghosen an, sitzen zusammen, quatschen, spielen Spiele oder gucken Filme. Ein Hoch auf die Streamingdienste! Und einen Vorteil hat es: Ich habe weniger Wäsche. So schlimm ist es also gar nicht“, erzählt Patricia Sadowski. Sie ist Krankenschwester, ihr Mann René arbeitet bei der Hammer Feuerwehr. Da sie aktuell wegen eines Studiums nicht Vollzeit arbeitet, ist sie mit den drei Kindern Matthias (12), Lena (14) und Florian (16) daheim.

Für alle ist der Kalender deutlich leerer

Auch für die Jugendlichen ist der Kalender deutlich leerer geworden. Eigentlich stehen bei ihnen an den Abenden Musikschule, Pfadfinder, Training und Treffen in den Sportvereinen auf dem Plan. All das fällt jetzt aus. „Ich telefoniere oder schreibe mit meinen Freunden und höre Podcasts. Manchmal hören wir sie auch gemeinsam“, berichtet Lena Sadowski.

Und wenn es zwischen Spieleabenden und gemeinsamem Filmegucken doch mal zu langweilig wird, wird eben eine Party gefeiert. „Wir haben am Wochenende spontan eine kleine 90er-Jahre-Disco gemacht“, erzählt Patricia Sadowski.

Und was, wenn man sich bei all der plötzlichen gemeinsamen Zeit doch mal auf die Nerven geht? „Tief durchatmen und sich Freiräume schaffen. Die Kinder haben alle eigene Zimmer, in die sie sich zurückziehen können, mein Mann geht in den Keller und werkelt dort. Und dann haben wir auch noch einen Garten“, sagt Sadowski.

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