Bußgelder und Ansprachen an Reisende

Corona-Kontrolltag im Bahnhof: Nicht alle halten sich an Maskenpflicht

Am Montag wird eine Großkontrolle zur Einhaltung der Maskenpflicht in NRW durchgeführt.
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Auch in Hamm wurde Großkontrolle zur Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen durchgeführt.

Immer wieder kommt es in Zügen zu Verstößen gegen die Maskenpflicht. Ein Kontrolltag im Hammer Bahnhof machte das jetzt deutlich. Für einige hatte er Konsequenzen.

Hamm - Er mutete etwas bizarr an: der Streit um die Befreiung von der Maskenpflicht, der am Montagabend in einer Eurobahn zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung und dem Einsatz der Bundespolizei im Hammer Bahnhof führte. An der Tagesordnung seien solche Einsätze zwar nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage. Gleichwohl komme es immer wieder zu Verstößen gegen die Maskenpflicht. Ein Masken-Kontrolltag im Hammer Bahnhof machte dies deutlich. Für einige hatte er Konsequenzen.

Bereits am vergangenen Freitag führte der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zwischen 13 und 19 Uhr Kontrollen im Bahnhof und in Zügen mit Ziel Hamm durch. An der konzertierten Aktion beteiligt waren Bundes- und Landespolizei sowie der Kommunale Ordnungsdienst (KOD), Sicherheitspersonal der Bahn und Sicherheitsdienste der Eisenbahnunternehmen. Das Ergebnis teilte der NWL jetzt auf Nachfrage mit.

Eine Gesamtzahl der kontrollierten Personen lasse sich nicht nennen, sagte NWL-Sprecher Uli Beele. „Festzustellen ist aber grundsätzlich, dass es bei manchen noch nicht angekommen ist, dass die Maskenpflicht im gesamten Bahnhof gilt, also auch auf den Bahnsteigen“, so der Sprecher. Man habe zunächst auf Ansprache gesetzt. Im größten Teil der Fälle habe das auch zur Einsicht geführt. Die Ergebnisse:

Maskenpflicht in Bahnen und Bussen in Hamm: weitere Kontrollen

  • Im Bahnhof und auf den Bahnsteigen: 250 mündliche Verwarnungen/Ansprachen; neun Ordnungswidrigkeitsanzeigen (Bußgelder in Höhe von 150 Euro); ein Platzverweis, zwei Personalienfeststellungen.
  • In den Zügen: 77 Ansprachen, weil Masken nicht oder falsch getragen wurden; drei Einsätze der Bundespolizei; Vorlage von vier Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht, deren Echtheit schwer prüfbar war; zudem meldete der Anbieter Abellio zehn Fahrgäste, die den Ordnungskräften überstellt wurden.

Der NWL-Sprecher kündigte weitere Masken-Kontrolltage an. Am Freitag waren fünf Bundespolizisten, vier KOD-Mitarbeiter, acht Mitarbeiter von DB-Sicherheit sowie 16 Kräfte der Eisenbahnunternehmen im Einsatz.

Die Bundespolizei warnt vor dem Herunterladen von Attesten zur Befreiung von der Maskenpflicht aus dem Internet und weist darauf hin, dass man sich wegen des Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse strafbar macht und zudem gegen die Coronaschutzverordnung verstößt, da kein Mund-Nase-Schutz getragen wird.

Maskenpflicht in Bahnen und Bussen in Hamm: Stadtwerke appellieren

Die Stadtwerke weisen nochmals ausdrücklich darauf hin, dass die Maskenpflicht auch an den Bushaltestellen – und auch im Freien – gilt. Auch hier wird das Tragen des Mund-Nase-Schutzes von den Ordnungsbehörden kontrolliert.

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