Impfen zeigt Wirkung

Corona-Infektionen in Hamm: Die Alterspyramide verschiebt sich

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca.
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Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs Astrazeneca. Womöglich werden Lieferungen dieses Herstellers die Impf-Situation auch in Hamm entspannen. (Symbolbild)

Während eine Nachricht zum Impfstoff Astrazeneca auch in Hamm für Aufsehen sorgt, haben die vergangenen Tage in der Stadt messbare Veränderungen gebracht.

Hamm – Im Hammer Impfzentrum wird ab Mitte der kommenden Woche womöglich doch auch vormittags geimpft. Die Stadt Hamm hat am Dienstag ein Schreiben aus dem Landesgesundheitsministerium erhalten. Darin heißt es, dass ab Mitte der kommenden Woche womöglich Astrazeneca-Impfstoff ausgeliefert werde. Das Ministerium nannte aber weder Mengen noch konkrete Termine. (News zum Coronavirus in Hamm)

Dieser Impfstoff würde wohl vor allem an Mitarbeiter in der Altenpflege, im Rettungsdienst und in Krankenhäusern gehen, sagte Stadtsprecher Lukas Huster. Er stellte in Aussicht, dass der Astrazeneca-Impfstoff dann vormittags im Impfzentrum gegeben werden könnte.

Zuletzt war geplant, dass das Impfzentrum nur mit einer Schicht in Betrieb gehen soll: Ab Montag, 8. Februar, sollen die ersten Über-80-Jährigen Spritzen mit Biontech-Impfstoff erhalten. Theoretisch wären Impfungen an zwölf Stunden pro Tag im Impfzentrum möglich, praktisch reicht dafür der Biontech-Impfstoff nicht. Deshalb sollte in den ersten drei Wochen nur von 14 bis 20 Uhr geimpft werden. „So weit kann man gar nicht planen“, sagte nun eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung. Es könne immer sein, dass doch mehr Impfstoff geliefert werde als erwartet.

Corona in Hamm: Weniger Neuinfektionen

Unterdessen ist die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche deutlich gesunken: 178 Hammer haben sich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Pressestelle der Stadt mitteilte. Zum Vergleich: Mitte Januar wurden binnen einer Woche noch mehr als 400 Neuinfektionen registriert.

Mehr als die Hälfte der Neuinfizierten steckte sich bei Familie oder Bekannten an, darauf entfallen 56 Prozent der Infektionen. Damit bleibt der private Raum Hauptinfektionsquelle. In Senioreneinrichtungen steckten sich sechs Prozent an, acht Prozent infizierten sich bei der Arbeit, ein Prozent sind Reiserückkehrer. Bei 29 Prozent konnte das Gesundheitsamt die Infektionsquelle nicht ermitteln.

Corona in Hamm: Weniger Alte infiziert

Gesunken ist auch die Zahl der infizierten Senioren. Derzeit gibt es in sechs der rund 30 Hammer Seniorenheime Fälle, das ist der niedrigste Wert seit Monaten. Infiziert sind zehn Bewohner und 28 Mitarbeiter.

  • 0–9 Jahre: 20 Infizierte (0,1 Prozent)
  • 10–19 Jahre: 26 (0,14 %)
  • 20–29 Jahre: 30 (0,13 %)
  • 30–39 Jahre: 39 (0,18 %)
  • 40–49 Jahre: 32 (0,14 %)
  • 50–59 Jahre: 31 (0,11 %)
  • 60–69 Jahre: 22 (0,10 %)
  • 70–79 Jahre: 27 (0,17 %)
  • 80–89 Jahre: 37 (0,37 %)
  • Über 90 Jahre: 5 (0,27 %)

Auch die Altersverteilung hat sich verändert: So liegt der Anteil der infizierten Hochbetagten nicht mehr so deutlich über dem Anteil in der Gesamtbevölkerung wie noch vor einer Woche. Am Mittwoch waren 269 Hammer mit dem Coronavirus infiziert, das entspricht 0,15 Prozent der Bevölkerung.

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