Corona-Überblick

Kostenlose Coronatests in Hamm: Überraschende Zahlen bei viel diskutiertem Angebot für Urlauber

Urlauber aus Hamm, die noch in den Herbstferien 2020 verreisen wollen, lassen sich in der Alfred-Fischer-Halle kostenlos auf das Coronavirus testen.
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Urlauber aus Hamm, die noch in den Herbstferien verreisen wollten, ließen sich in der Alfred-Fischer-Halle kostenlos auf das Coronavirus testen.

Die Stadt Hamm hat ein Fazit zu den kostenlosen Coronatests für Inland-Urlauber gezogen, die in den vergangenen eineinhalb Wochen an der Alfred-Fischer-Halle durchgeführt worden sind. Überraschend wenig Hammer haben das viel diskutierte Angebot wahrgenommen. Derweil gibt es in Hamm kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln. Ein Überblick.

Hamm - Viele Irritationen hatte es vor den Ferien über die kostenlosen Coronatests für innerdeutsche Urlauber aus Risikogebieten gegeben – auch in Hamm. Land, Stadt und Kassenärztliche Vereinigung waren sich nicht über Durchführung und Kostenübernahme einig. Das führte zu zeitlichem Verzug. Etliche Urlauber ließen sich notgedrungen schon vor der Entscheidung über das Prozedere testen, weil zu diesem Zeitpunkt Beherbergungsverbote für Reisende aus Risikogebieten noch fast überall galten.

Hamm: Urlauber wollten ans Meer - oder nach Bayern

Ins Testzentrum an der Alfred-Fischer-Halle kamen so seit Mitte der ersten Ferienwoche nur 288 Hammer. Donnerstag waren es noch 25, Freitag 20. Nach Angaben von Stadtsprecher Lukas Huster wollten rund 90 Prozent der Getesteten ihren Urlaub an Nord- oder Ostsee – also in Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern – verbringen.

So gut wie alle Urlauber hätten ihr Testergebnis rechtzeitig erhalten und konnten den gebuchten Urlaub auch antreten. Wie hoch die Ausgaben für die Testungen letztlich waren, will die Stadt Mitte der Woche mitteilen. Es gibt eine Zusage zur Kostenübernahme durch das Land.

Corona-Tests in Hamm: Kaum Verstöße gegen Regeln

Derweil gibt es für den Kommunalen Ordnungsdienst in Sachen Corona-Kontrollen nicht viel zu beanstanden. Der weitaus überwiegende Teil der Hammer hielt sich in der ersten Woche seit Erlass der verschärften Kontaktbeschränkungen an die Regeln. Das teilte Huster auf Anfrage mit.

Nur dreimal hätten sich Gruppen nicht daran gehalten, dass sich maximal fünf Personen verschiedener Haushalte oder mehr Personen aus zwei Haushalten in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen. Es wurde jeweils ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro pro Person fällig. Auch am Wochenende führte der KOD Kontrollen durch. Ergebnisse liegen dazu im Detail noch nicht vor.

Quarantäne schwer zu überwachen

Über 12.000 Hammer waren seit März in Quarantäne. Wie strikt die tatsächlich bislang eingehalten wurde, ist für die Stadt schwierig herauszufinden. Das Gesundheitsamt überprüft die heimische Isolation nur stichprobenartig telefonisch zu unterschiedlichen Tageszeiten mit speziellen Fragen, um Ungereimtheiten aufzuspüren. Haustür-Besuche wie in anderen Kommunen finden in Hamm nicht statt.

Deshalb ist die Verwaltung auf Hinweise zu möglichen Verstößen angewiesen. Der Hinweisgeber muss dabei namentlich benannt werden, um den Tipp auch verwerten zu können. „Bisher halten sich die Menschen aber nach unserer Einschätzung vorbildlich an die Quarantäne. Festgestellte Verstöße sind bisher Einzelfälle und die absolute Ausnahme“, so Huster.

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