Betroffene Gruppen und praktische Tipps

Vorerkrankte werden vorgezogen - Aktuelle Infos zum Impfen in Hamm

Auch in Hamm werden in den nächsten Tagen kurzfristig Vorerkrankte gegen das Coronavirus geimpft. Wir haben viele aktuelle Zahlen rund um den Impf-Fortschritt in der Stadt.

Hamm - Im Gegensatz zu anderen Regionen würden die täglichen Impfkapazitäten in Hamm zwar weiterhin komplett ausgeschöpft, es hätten sich aber Terminlücken aufgetan, sagt Stadtsprecher Detlef Burrichter. (News zum Coronavirus in Hamm)

Die Erklärung: Seit Dienstag telefoniert die Stadt mit Blick auf 200 zusätzliche Biontech-Impfdosen die über 80-Jährigen ab, die erst im April einen Termin haben. Diese Personen sollen nach Möglichkeit vorgezogen werden. Bei diesen Anrufen stelle sich allerdings teilweise heraus, dass sich nicht-impfberechtigte Unter-80-Jährige einen Termin gesichert hatten oder Menschen bereits in Altenheimen geimpft worden sind und ihre Angehörige parallel einen Impftermin für die Friedensschule gemacht hatten, ohne den hinterher wieder abzusagen.

Die dadurch entstandenen Impflücken sollen nun bis zum Impfstart der Über-70-Jährigen von Vorerkrankten genutzt werden, die sich bereits bei der Stadt hatten registrieren lassen. Dabei werde chronologisch nach Eingang des Antrags des Vorerkrankten vorgegangen.

Corona in Hamm - diese Gruppen werden vorgezogen:

Bislang hatten sich rund 800 Personen gemeldet, die allerdings nicht alle die für die kurzfristige Impfung nötigen Voraussetzungen nach Paragraph 3 der Impfverordnung erfüllen. Berechtigt sind etwa Menschen mit Trisomie 21, nach einer Organtransplantationen, COPD-Erkrankte, Menschen mit schwerer Lungenerkrankung, Leberzirrhose, Nierenerkrankungen, gewissen Formen von Adipositas oder schweren psychiatrische Erkrankungen.

Grundsätzlich könnten weiterhin Anträge gestellt werden (Mail: corona-impfungen@stadt.hamm.de), sagte Stadtsprecher Lukas Huster. „Wir gehen aber davon aus, dass wir mit den bisherigen Anträgen die Impflücken schließen werden. Chroniker können sich am besten mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen um zu schauen, wie die Impfung ab dem 6. April laufen kann.“ Das laufe nach aktuellem Stand nicht über die Stadt.

Corona in Hamm - aktuelle Zahlen rund ums Impfen:

Während von Bund und Land immer wieder betont wird, dass spätestens im April etliche Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen werden, wartet die Stadt nach wie vor auf klare Lieferzusagen. „Wir warten dringend auf Impfstoff und möchten so richtig loslegen. Von der Kapazität her geht bei uns eine ganze Menge“, so Stadtsprecher Burrichter.

Während unter der Woche vier Impfstraßen freigegeben sind, wird die Stadt an den Wochenenden bis einschließlich 25. April weiter freitags, samstags und sonntags fünf Linien öffnen, um Tempo zu machen. Darüber hinaus sei weiter Luft nach oben. Allein im Impfzentrum könnten im April demnach 20.500 Impfdosen verabreicht werden, dazu kämen ab dem 6. April die Hausärzte. Beim Sechs-Linien-Betrieb unter Volllast an sieben Tagen in der Woche wäre die Gruppe der Über-70-Jährigen in Hamm theoretisch innerhalb von zweieinhalb Wochen durchgeimpft. 17.393 Menschen leben in Hamm, die zwischen 1941 und -51 geboren wurden.

Mit einem Musterbrief der Stadt sollen die Über-70-Jährigen möglichst bald über die Impfmöglichkeiten informiert werden. Rausgeschickt ist der aber noch nicht. „Der neue Impferlass war so unpräzise, dass da sicher noch nachgeschraubt wird. Wir sind aber auf alles vorbereitet und warten auf die Angaben aus Düsseldorf – wie immer“, so Burrichter. Immerhin klar ist, dass ab dem 6. April die Terminvergabe für diese Gruppe freigeschaltet ist (www.116117.de sowie telefonisch über die Rufnummer 116-117).

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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