Unternehmer spendet Stadt 120.000 Masken - Viele für Bedürftige

Maskenspende: Veysel Özyurt (links) und Marc Herter sind sich einig.
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Maskenspende: Veysel Özyurt (links) und Marc Herter sind sich einig.

Der Hammer Unternehmer Veysel Özyurt hat während der Corona-Krise mit Schutzmasken viel Geld verdient. Einen Teil davon gibt er jetzt an die Stadt Hamm zurück. Interessierte Gruppen bzw. Bedürftige können sich melden.

Hamm - Die Maske ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zum festen Bestandteil des Alltags geworden. Laut dem Robert Koch-Institut ist neben der Tröpfcheninfektion der Hauptübertragungsweg des Coronavirus die Infektion über Aerosole – medizinische Masken können die Verbreitung eindämmen. Damit möglichst viele Menschen die Maske tragen und so dazu beitragen, hat der Hammer Unternehmer Veysel Özyurt jetzt 120.000 Masken an die Stadt Hamm gespendet. 100.000 Masken sollen Menschen mit Behinderungen bekommen, 10.000 sind für Kinder vorgesehen und weitere 10.000 bekommt die Hammer Tafel.

Özyurt hat zu Beginn der Pandemie selbst erlebt, wie schwer es ist, an Masken zu bekommen, die er für seine Familie kaufen sollte. Bis nach Werl ist er gefahren, um medizinische Masken zu erhalten. Aus der Not hat er eine Tugend gemacht und lässt Masken in der Türkei herstellen, andere aus China importieren. Im vergangenen Jahr hat er 30 Millionen Masken verkauft – unter anderem an die Bundesregierung. Mit ihr liefert er sich derzeit einen Rechtsstreit, weil sie die Masken noch nicht bezahlt hat. Özyurt war einer der Unternehmer, der dem Aufruf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gefolgt ist und Masken geliefert hatte. Mit ihm klagen bundesweit 74 andere Unternehmen.

Von den schlechten Erfahrungen mit der Bundesregierung will er sich allerdings nicht entmutigen lassen und hat sein Unternehmen, die Wergard GmbH, inzwischen auf die Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Produkten umgestellt. Özyurt ist einer, den man als Gewinner der Pandemie bezeichnen kann. Und weil das so ist, will er Gutes zurückgeben und hat jetzt der Stadt die große Zahl von Masken gespendet. Dabei ist es ihm und Oberbürgermeister Marc Herter wichtig zu betonen, dass es zwischen der Stadt und der Wergard GmbH keine wirtschaftlichen Beziehungen gibt „Ein Umstand, der in Zeiten wie diesen nicht häufig genug erwähnt werden“, sagte bei der Spendenübergabe OB Herter angesichts der Masken-Affäre einiger Bundestagsabgeordneten.

Die gespendeten Masken werden derzeit über den Behindertenkoordinator Rainer Berges verteilt. Interessierte Gruppen können sich unter Telefon 176762 oder per Mail an berges@stadt.hamm.de melden.

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