„Die Menschen ziehen mit“

Corona in Hamm: So reagieren Herter und Co. auf die neuen Regeln

Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm.
+
Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm, freut sich über die sinkenden Corona-Zahlen.

Alles wie gehabt: In Hamm dürfen sich in privaten Räumlichkeiten weiterhin maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. In der Öffentlichkeit sieht das anders aus.

Hamm - Oberbürgermeister Marc Herter rechnete am Mittwoch erneut nicht damit, dass die NRW-Landesregierung in ihrer neuen Coronaschutzverordnung zur Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar Regeln für die Privaträume aufstellen werde. Weil dies aber aus Herters Sicht entscheidend für den Rückgang der Hammer Fallzahlen vom bundesweiten Hotspot zum Mittelfeldplatz-Inhaber gewesen ist, solle es beim „Hammer Modell“ (mit seiner 5-Personen-2-Haushalte-Regel) bleiben. (News zum Coronavirus in Hamm)

„Die Menschen ziehen mit und akzeptieren diesen Weg. Wir haben einen klaren Trend“, sagte Herter unter Hinweis auf den aktuellen Inzidenzwert. In der Öffentlichkeit darf sich allerdings auch in Hamm der eigene Hausstand nur mit einer weiteren Person treffen; hier gilt die allgemeingültige Vorgabe.

Corona-Regeln in Hamm: Lob für schärfere Maskenpflicht

Sinnvoll sei die Verschärfung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften, wo nun sogenannte OP-Masken, FFP2 - oder Mund-Nase-Bedeckungen der Standards KN95/N95 getragen werden müssen. Sinnvoll deshalb, weil sich die Mutation des Virus deutlich aggressiver übertrage. Die Stadt habe bereits reagiert und 150.000 entsprechende Masken bestellt, die auch kurzfristig ausgeliefert würden. 30.000 seien für die eigenen Mitarbeiter vorgesehen, der übrige Teil für die Schulen, sobald diese wieder öffnen dürfen.

Dass, wenn es zu Lockerungen in NRW kommt, die Schulen als erste an der Reihe seien, bezeichnete Herter als „gute Botschaft“. Wichtig sei, dass rechtzeitig auch ein klares Konzept für das Wiederhochfahren des Unterrichtsbetriebs erarbeitet werde. „Da ist Frau Gebauer in der Pflicht“, sagte Herter in Richtung der NRW-Schulministerin.

Corona-Regeln in Hamm: Zahlen zur Notbetreuung in Kitas

Was den Distanzunterricht und die damit einhergehende Belastung für Eltern und Kinder betreffe, könne kein Trend hin zu einer Mehrnutzung der Notbetreuungsangebote ausgemacht werden. In den Kindertagesstätten werden nach Auskunft der Stadt aktuell rund 1900 Kinder (von 6600) betreut. Die Auslastung liegt bei etwa 29 Prozent. In die Kinder-Tagespflege gehen derzeit 110 von etwa 410 Kindern (Auslastung: 27 Prozent).

An den 28 Hammer Grundschulen schwankt die Betreuungsquote aktuell zwischen 2,4 und 25 Prozent. Insgesamt sind rund 700 Schüler in der Notbetreuung. An den Hauptschulen liegt die Quote bei etwa 1,5 Prozent, den Realschulen zwischen 1 und 4,5 Prozent, an den Gesamtschulen bei etwa 4 Prozent, und an den Gymnasien schwankt sie je nach Schule zwischen 0 und 5 Prozent. Das betrifft jeweils die Klassen fünf und sechs. An den Förderschulen (Klassen 1 bis 6) werden etwa 6 Prozent der Schüler notbetreut, teilte die Verwaltung mit.

Corona in Hamm - das interessiert Leser aktuell:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare