Ausbreitung eindämmen

Corona in Hamm: Herter will mobile Impfungen in Großwohnsiedlungen

Die Stadt Hamm steht in Gesprächen mit dem Landesgesundheitsministerium, um in Großwohnsiedlungen zusätzlich Schwerpunktimpfungen durchzuführen.

Hamm - Es gehe um eine ähnliche Dimension wie in Köln, sagte Oberbürgermeister Marc Herter am Montag in einer Videokonferenz. 1.000 Dosen Moderna-Impfstoff könnten so nach Hamm gelangen. Es ginge nicht darum, einen ganzen Stadtbezirk impfen zu wollen, aber schon mit sehr gezielten Impfaktionen könne verhindert werden, dass sich das Virus von Haus zu Haus frisst. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.111 (2019)

Corona in Hamm: Herter will Berufsgruppen vorziehen

Ferner würde es Herter begrüßen, wenn es vorgezogene Impfungen für besonders anfällige Berufsgruppen wie die Fleischindustrie oder die Logistikbranche geben würde. Die Stadt würde auch ihre eigenen Flüchtlingsunterkünfte durchimpfen wollen und es begrüßen, wenn das Land dies auch in den ZUEs (Zentrale Unterbringungs-Einrichtungen) tun würde.

Es solle sich um zusätzliche Impfgaben handeln; niemand, der jetzt oder demnächst einen Impftermin erwartet, solle deshalb zurückgestellt werden. „Selbstverständlich“ bemühe sich die Stadt wegen der hohen Infektionszahlen, mehr Impfstoff nach Hamm beordert zu bekommen. In Hagen und Herne scheint dies jedenfalls vor einigen Wochen geklappt zu haben.

Corona in Hamm: Impfquote liegt bei 30 Prozent

Insgesamt wurden im April bei den Corona-Impfungen reichlich Meter gemacht. Gegenüber dem Vormonat wurde die Zahl der Geimpften mehr als verdoppelt. 51.796 Hammer hatten bis Sonntagabend eine Erstimpfung erhalten, 14.588 Hammer haben bereits den vollen Impfschutz. Damit liegt die Impfquote in Hamm nunmehr bei etwa 30 Prozent. Im Impfzentrum an der Friedensschule wurden zuletzt 1.200 Impfungen pro Tag vorgenommen. Diese Zahl liegt nah an der Volllast.

Niedergelassenen Ärzten und Hausärzten kommt beim Impffortschritt ebenfalls inzwischen eine tragende Rolle zu. 9.134 Hammer wurden bislang von ihnen geimpft. 114 Patienten erhielten eine Zweitimpfung.

Corona in Hamm: Als nächstes weitere Lehrer und Feuerwehrleute

Die Impfung von über 80-Jährigen sei weitgehend abgeschlossen, alle über 70-Jährigen seien inzwischen eingeladen, sich einen Impftermin zu besorgen, bilanzierte Herter weiter. Die Erst-Impfung von Mitarbeitern an Grund- und Förderschulen sei ebenfalls abgeschlossen. Ferner hätten rund 1.900 Chroniker eine Impfung bekommen.

„Wir sind bereit, die Priorität III aufzurufen“, so Herter. Als Nächstes sollten Lehrkräfte von weiterführenden Schulen sowie Freiwillige Feuerwehrleute aus dem Einsatzdienst geimpft werden.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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