Reserve freigegeben

Corona in Hamm: Mehr Lieferungen als geplant! So viel Impfstoff steht ab Montag zur Verfügung

Im Impfzentrum in Hamm sollen in der kommenden Woche fast 3.000 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt werden.
+
Im Impfzentrum in Hamm sollen in der kommenden Woche fast 3.000 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt werden (Symbolbild).

Auch Hamm profitiert davon, dass NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann 130.000 Dosen des Biontech-Impfstoffs gegen das Coronavirus aus der Landesreserve freigibt.

Hamm - Aus diesem Grund werden in der kommenden Woche zusätzlich 1.300 Einheiten des Serums nach Hamm geliefert werden. 1.000 davon sollen im Impfzentrum an der Friedensschule dafür verwendet werden, chronisch und schwerwiegend Erkrankte zu impfen, die unter Paragraf 3 des Impferlasses berücksichtigt sind. (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: 38 Terminlücken schnell wieder geschlossen

Auf einen entsprechenden Aufruf der Stadt hatten sich zuletzt 1.300 Personen aus Hamm gemeldet. Um in die Impfliste aufgenommen zu werden, mussten sie ein ärztliches Attest vorlegen, in dem ihnen bescheinigt wurde, dass sie impfberechtigt sind. Zuletzt wurden bereits 38 Personen aus dieser Gruppe geimpft, weil sich kurzfristige Terminlücken aufgetan hatten.

StadtHamm
Fläche226,3 km²
Einwohner179.397 (2016)

Wer einen solchen Antrag gestellt hat, und tatsächlich nach Paragraf 3 berechtigt ist, muss aktuell nichts weiter tun und wird vonseiten der Stadt über seinen Impftermin benachrichtigt. „Wir gehen davon aus, die Chroniker aus der Gruppe der Berechtigten nach Paragraf 3 bis einschließlich Ostern geimpft zu haben“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg.

Berechtigt sind etwa Menschen mit Trisomie 21, nach einer OrgantransplantationenCOPD-Erkrankte, Menschen mit schwerer LungenerkrankungLeberzirrhoseNierenerkrankungen, gewissen Formen von Adipositas oder schweren psychiatrische Erkrankungen.

Die Anmeldung ist auch weiterhin über die Mailadresse corona-impfungen@stadt.hamm.de möglich. Eine Garantie, tatsächlich vorrangig geimpft zu werden, gibt es allerdings nicht. Die Vergabe der Termine über die kommende Woche hinaus hängt vom verfügbaren Impfstoff ab.

Corona in Hamm: Menschen mit Pflegestufe 4 und 5 auf der Liste

Die 300 anderen zusätzlichen Dosen Biontech sind für Hausärzte reserviert, die damit immobile Patienten der Pflegestufen 4 und 5 in deren eigenen vier Wänden und maximal zwei Kontaktpersonen impfen sollen. Bei der Terminabstimmung seien Stadt und Impfzentrum nicht weiter involviert, betonte Stadtsprecher Tom Herberg.

1.200 Impfdosen Biontech für die Über-80-Jährigen sowie 430 Dosen Astrazeneca für das Personal von Schulen und Kitas werden als reguläre Wochenlieferung erwartet. Mit den 1.300 Chargen aus der Landesreserve stehen in Hamm dann in der kommenden Woche 2.930 Impfdosen zur Verfügung.

Inzwischen sind in Hamm 26.803 Impfungen durchgeführt worden. 18.746 davon sind Erstimpfungen, 8.057 Zweitimpfungen. Vier bis fünf Impfstraßen werden nunmehr täglich durchgängig betrieben. Maximal sind im aktuellen Aufbau in der Dreifachsporthalle der Friedensschule sechs gleichzeitig geöffnete Impflinien möglich.

Corona in Hamm: Nur mit Termin wird geimpft

Herberg betonte indes: „Nur Personen mit Termin werden am Impfzentrum auch tatsächlich geimpft.“ Zuletzt hatte es offenbar nach Medienberichten über steigende Impfdosen Menschen gegeben, die „auf gut Glück“ zur Friedensschule gefahren waren, um sich impfen zu lassen.

Außerdem sei ein Wechsel des Impfstoffes nur möglich, wenn ein ärztliches Attest über die Unverträglichkeit von etwa Astrazeneca vorliege. „Nur weil wir jetzt mehr Biontech-Impfstoff zur Verfügung haben, heißt das nicht, dass wir auch diejenigen damit impfen, für die eigentlich Astrazeneca vorgesehen ist“, so Herberg.

Corona in Hamm: Mutation nicht aggressiver als Wildtyp

Die These der Bundeskanzlerin, dass die britische Virusvariante zu schwereren Infektionsverläufen führt als der Wildtyp, lässt sich unterdessen in Hamm weiterhin nicht nachvollziehen. Das Gegenteil ist der Fall. Zwei Drittel aller aktuell 341 Infizierten sind zwar nach Mitteilung der Stadt von der britischen Variante betroffen, das spiegelt sich aber nicht in den Zahlen der im Krankenhaus behandelten Hammer wider.

Zwar gibt es dort nun auch Patienten mit der britischen Variante, sie halten sich aber mit den am Wildtyp erkrankten die Waage. Von den 19 am Freitag im Krankenhaus behandelten Hammern hatten neun die britische Variante in sich. Von den 19 Hammern im Krankenhaus wurden sechs auf einer Intensivstation betreut. Jeweils drei hatten den Wildtyp beziehungsweise die britische B.1.1.7-Variante

Corona in Hamm - das interessiert aktuell außerdem:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare