Kita Am Eichenwäldchen gibt spannende Einblicke

Lehrreiche Corona-Zeit: Hammer Kita saugt aus Lockdown viel Positives

Die Kita Am Eichenwäldchen in Hamm war zwei Wochen lang wegen Corona geschlossen.
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Das „Mutterschiff“: Die Kita Am Eichenwäldchen an der Rautenstrauchstraße war zwei Wochen lang wegen Corona geschlossen.

Ein positiv auf Corona getestetes Kind brachte die Arbeit im Haus 1 der Kita Am Eichenwäldchen für annähernd zwei Wochen zum Erliegen. Seit zwei Wochen ist das Haus wieder geöffnet. Dort gibt es jetzt viel zu erzählen.

Bockum-Hövel – Die Eichenwald-Vorsitzende und Leiterin des Hauses 1, Ingrid Westerteicher, ist froh, dass sich keine weiteren Personen im Haus angesteckt haben, und sieht viel Lernpotenzial in der Pandemie-Zeit. Die Masken zum Beispiel könnten unter bestimmten Umständen ein wiederkehrender Begleiter der Kita-Mitarbeiter werden.

Der positive Corona-Test bei dem Kind habe im Zusammenhang mit der berühmt-berüchtigten Hochzeit gestanden, so Westerteicher. Die Mutter habe das Kind bereits einige Tage nicht mehr zur Kita geschickt, dann sei die Information über den positiven Test gekommen. „Dadurch, dass das Kind schon vorher nicht mehr hier war, hat sich die Quarantäne-Zeit für die anderen Kinder und das Personal verringert“, erzählt Westerteicher. Alle Mitarbeiter und Kinder traten zum Covid-19-Test an. „Das waren schon 110 bis 120 Personen“, so die Vorsitzende.

Hammer Kita lernt aus Corona: Zauber der modernen Medien

Schon vor der Infektion waren die Eichenwäldchen-Mitarbeiter vorsichtig, hielten sich an die Hygienebestimmungen und legten Wert darauf, dass die Kinder möglichst viel draußen spielen. „Jetzt versuchen wir, die Angebote draußen noch spannender zu machen“, berichtet Westerteicher. Sie sei froh, dass sowohl Mitarbeiter als auch Eltern mitziehen und sich rücksichtsvoll verhalten. „Die Eltern gehen nicht mehr wie früher mit in die Gruppen, wenn sie die Kinder bringen, sondern geben sie im Eingangsbereich ab.“

Auch ansonsten versuchen Eltern und Mitarbeiter, persönlichen Kontakt zu vermeiden. „Wir machen inzwischen sehr viel telefonisch, haben die E-Mails wiederentdeckt und bieten eine App an.“ Mittels dieser Info-App haben die Eltern Zugriff auf alle wichtigen Informationen. „Außerdem nutzen wir vermehrt Facebook. Ich habe zum Beispiel einen Film zur Eingewöhnungsphase gedreht, und es gibt Videos zu unseren Konzeptnachmittagen.“ Zoom und Skype seien ebenfalls beliebte Werkzeuge, um mit den Eltern in Kontakt zu bleiben und gleichzeitig die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Doch es kommt nicht nur die Technik zum Einsatz: Die großen Fenster der Kita sind zur Fläche für Aushänge geworden.

Hammer Kita lernt aus Corona: Man kann aktuell viel lernen

Westerteicher sieht in der ungewöhnlichen Situation jedoch nicht vor allem Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt. „Man kann aktuell viel lernen“, betont sie. So sei ihr und ihren Mitarbeitern aufgefallen, dass die Kinder – und dadurch auch die Mitarbeiter – viel weniger verschnupft seien und mit anderen Wehwehchen zu kämpfen hätten. „Wir können uns darum vorstellen, manche Schutzmaßnahmen über die Corona-Pandemie hinaus fortzuführen.“ Dabei gehe es zum Beispiel um die häufigere Desinfektion von Flächen und das Tragen einer Maske bei einer Erkältung. Auch das vermehrte Händewaschen, einhergehend mit weniger Händeschütteln, könne dauerhaft eine positive Auswirkung haben, so die Kita-Leiterin.

Ebenfalls angedacht sei, das Homeoffice für die Mitarbeiter beizubehalten. „Normalerweise erledigen sie den Papierkram in der Kita – aktuell können sie das aber zu Hause machen“, sagt Westerteicher. Die Rückmeldungen seien sehr positiv: „Die Kollegen finden es toll, sie haben mehr Ruhe und können ungestört arbeiten.“

Linda Erhardt

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