Vor Ministerpräsidentenkonferenz

Corona in Hamm: OB Herter tritt vor Bund-Länder-Gipfel für Lockerungen ein

Oberbürgermeister Marc Herter im Impfzentrum
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Oberbürgermeister Marc Herter (SPD) schwört die Hammer darauf ein, möglichst wenig Ansteckungsrisiken einzugehen.

Immer weniger Infizierte, fortschreitende Impfungen: Die Corona-Lage in Hamm ist weit weg von dramatisch. Marc Herter plädiert für Lockerungen.

Hamm - Mit einem Inzidenzwert von aktuell 87,8 liegt Hamm weit entfernt von der von Kanzlerin Merkel propagierten 35er-Grenze. Trotzdem gelingt es augenscheinlich auch hier, stabil durch die Krise zu kommen. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
Fläche226,3 km²
Einwohner179.916 (31. Dez. 2019)

Corona in Hamm: Mehr Tempo beim Impfen

Die Lage in den Krankenhäusern und insbesondere auf den Intensivstationen ist seit Wochen entspannt, und mit den Seniorenheimbewohnern ist eine der höchstgefährdetsten Gruppen inzwischen durchgeimpft. Ferner wird die Impfquote im März in Hamm verdoppelt, wie Oberbürgermeister Marc Herter am Dienstag bekannt gab. Die Argumente für ein Festhalten am Lockdown werden folglich weniger.

Alle Augen richten sich daher heute nach Berlin zur Ministerpräsidentenkonferenz. Oberbürgermeister Marc Herter forderte bereits am Dienstag ein Konzept mit „nachvollziehbaren Öffnungsperspektiven“, das auch von allen Ländern mitgetragen werde. Man habe die Lage in Hamm gut im Griff, und „die Sehnsucht nach Normalität ist fast unendlich groß“, so Herter.

Herter: „Der Geduldsfaden ist sehr dünn geworden“

Der Geduldsfaden sei sehr dünn geworden. Kleine Schritte seien der richtige Weg, die Entwicklung müsse man stets im Blick behalten. „Ich halte nichts davon, von heute auf morgen alles aufzumachen.“ An Spekulationen zum Ausgang des Kanzlergipfel wollte er sich nicht beteiligen, aber ginge es nach ihm, würde nach dem Prinzip „Last in, first out“ zu verfahren sein.

Nach den positiven Erfahrungen rund um die Wiederöffnung des Maxiparks müsse dies auch für den Tierpark möglich sein. Die weiterführenden Schulen sollten sich auf die baldige Wiederaufnahme des Wechselunterrichts vorbereiten dürfen, und für die Bereiche Einzelhandel, Gastronomie und Hotels, die allesamt beste Hygienekonzepte ausgearbeitet hätten, sei ein starres Festhalten an Inzidenzwerten nicht angebracht.

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