Senioren und Impfzentrum im Blick

Neue Impfstoff-Lieferungen in Hamm und neue Infos zum Zeitplan

Eine Klinikmitarbeiterin bereitet den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Impfung vor.
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In Hamm wird der Impfstoff von Biontech geimpft. (Symbolbild)

[Update] Nach einer mehrtägigen Zwangspause stehen in Hamm die nächsten Impfungen gegen das Coronavirus an.

Hamm - Nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg erhält die Stadt Hamm am heutigen Freitag und am Wochenende die nächste Charge an Impfdosen. Damit soll bis Anfang kommender Woche in weiteren 13 Senioreneinrichtungen geimpft werden. (News zum Coronavirus in Hamm)

Insgesamt stünden in diesem Zeitraum rund 1250 Impfungen an, heißt es. 17 der stadtweit 29 stationären Senioreneinrichtungen mit insgesamt rund 2250 Menschen (Bewohner und Personal) sollen nach Beendigung dieses Durchgangs die erste von zwei Impfungen erhalten haben. Die nötige zweite ist jeweils drei Wochen später fällig.

Die nächste Lieferung mit voraussichtlich rund 400 Impfdosen soll dann Mitte kommender Woche in Hamm eintreffen.

Corona in Hamm: Impfzentrum ab Februar am Start

Das Impfzentrum an der Friedensschule soll Anfang Februar an den Start gehen. Das bestätigte Stadtsprecher Herberg unter Verweis auf die jüngsten Informationen des Landes NRW und der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL). Dort sollen dann nach und nach jene 11.300 über 80-Jährigen geimpft werden, die nicht in Heimen leben. Diese sollen ab der dritten Kalenderwoche per Post entsprechende Informationen und Angebote von der Stadt erhalten. Für die eigentliche Terminvergabe, die voraussichtliche Dauer und den weiteren Ablauf sei die KVWL der Ansprechpartner, so Herberg.

Die noch unversorgten der insgesamt 1200 Heimbewohner werden keine solche Post bekommen. Sie erhalten ihr Impfangebot durch die Einrichtungen.

Corona in Hamm: Heim-Mitarbeitern werden nachgeimpft

Aber was ist eigentlich mit jenen Heim-Mitarbeitern, die ihren Termin urlaubs- oder krankheitsbedingt verpasst haben? Entsprechende Anfragen von Betroffenen erreichten jüngst die WA-Redaktion. Auch diese sollen zum Impfstart in den Impfzentren einen Termin bekommen, sagte eine KVWL-Sprecherin. Solches Heimpersonal müsse sich dann bei der KVWL registrieren (das geht zur Zeit noch nicht) und erhalte einen Termin.

Corona-Regeln in Hamm jetzt und künftig (Auszug):

  • Die Kontaktbeschränkungen werden NRW-weit verschärft (Stichtag 11. Januar 2021). Treffen jenseits des eigenen Haushalts und der eigenen Haustür sind dann nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Für Privaträume in Hamm gilt eine besondere Regelung (festgelegt in einer städtischen Allgemeinverfügung): Hier dürfen sich bislang und auch künftig bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Bei der Personenzahl werden Kinder unter 14 Jahren grundsätzlich nicht mitgezählt. Kontrollen der Kontaktbeschränkungen soll es auch weiterhin nicht geben.
  • „Corona-Leine“: Sollte der Inzidenzwert in Hamm die 200 wieder überschreiten, sollen sich auch hier Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar“, heißt es.
  • Maskenpflicht: In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen. Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten sowie in Hamm in der Fußgängerzone an Samstagen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Alkoholverbot: Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW untersagt. 
  • Betriebskantinen dürfen - wie andere gastronomische Betriebe auch - allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.
  • Der Einzelhandel ist und bleibt geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel. Auch Baumärkte bleiben – anders als beim Frühjahrs-Lockdown – geschlossen.
  • Dienstleistungen: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe bleiben ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie, bleiben möglich.
  • Alten- und Pflegeheime: Besucher müssen grundsätzlich FFP2-Masken tragen. Beschäftigte müssen alle drei Tage getestet werden und beim direkten Kontakt etwa mit Pflegebedürftigen ebenfalls FFP2-Masken tragen. Auch Bewohner sind regelmäßig zu testen.
  • Sport: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”.
  • Freizeit: Der Maxipark, der Tierpark, das Museum und alle Bäder in Hamm bleiben bis mindestens Ende Januar geschlossen.
  • Fahrschulen: Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt.

Für die allgemeingültige Coronaschutzverordnung in NRW mit vielen weiteren Aspekten und Ausführungen klicken Sie bitte hier. (han)

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