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Corona in Hamm: Eine Altersgruppe besonders stark betroffen

Coronavirus - Stuttgart
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In Hamm wird viel auf Corona getestet - entsprechend gut lassen sich die Betroffenenzahlen aufschlüsseln. (Symbolbild)

Wie gut gelingt es, Hochbetagte in Hamm vor Corona zu schützen? Diese Frage stellt sich mit Blick auf die Altersverteilung der akut Infizierten in den vergangenen Wochen. Der WA hat ausgewertet, wie hoch der Anteil der Infizierten gemessen an Personen in dieser Altersgruppe ist.

Hamm – Die Über-90-Jährigen erkranken mehr als dreimal so häufig an Covid-19 wie der Durchschnitt aller Hammer. Daran hat sich in den vergangenen Wochen trotz des Lockdowns nichts geändert. Die Datenbasis ist allerdings klein: In Hamm gibt es gut 1800 Menschen über 90 Jahre. In den vergangenen Wochen galten jeweils 0,5 bis 0,9 Prozent von ihnen als infiziert – das entspricht neun bis 17 Personen. Auch die Über-80-Jährigen erkranken überproportional häufig. Hier liegt der Anteil fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt. (News zum Coronavirus in Hamm)

Am Mittwoch waren 0,18 Prozent aller Hammer mit Corona infiziert, also 329 Menschen. Die Altersverteilung und der jeweilige Anteil der Infizierten in dieser Altersgruppe:

  • 0–9 Jahre: 17 Infizierte (0,1 Prozent)
  • 10–19 Jahre: 29 (0,16 %)
  • 20–29 Jahre: 44 (0,2 %)
  • 30–39 Jahre: 50 (0,23 %)
  • 40–49 Jahre: 51 (0,22 %)
  • 50–59 Jahre: 39 (0,14 %)
  • 60–69 Jahre: 23 (0,10 %)
  • 70–79 Jahre: 31 (0,2 %)
  • 80–89 Jahre: 34 (0,34 %)
  • über 90 Jahre: 11 (0,6 %)

Corona in Hamm - Infektionen in Altenheimen:

34 Bewohner von Seniorenheimen sowie 14 Mitarbeiter waren am Mittwoch laut Angaben der Stadt Hamm infiziert, betroffen sind acht Heime. Insgesamt gibt es in Hamm 29 Senioreneinrichtungen. In den vergangenen beiden Monaten wurden jeweils in etwa einem Drittel der Heime Fälle registriert.

Laut Stadt übertragen meist asymptomatische Mitarbeiter das Virus auf die Bewohner, eine Übertragung von Besuchern komme nur vereinzelt vor, erklärte Stadtsprecher Tom Herberg. Die Stadt tausche sich ständig mit den Heimen aus und prüfe, wie die Hygienemaßnahmen eingehalten würden. Dies geschehe sehr gewissenhaft. Infektionen könne man dennoch nicht ausschließen.

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