Wochenbilanz

Corona in Hamm: 25 Prozent weniger Neuinfektionen - aber mehr Ältere betroffen

Das Testzentrum im Ahsepark: Schul- und Kitakinder können sich hier noch bis Freitag freitesten lassen.
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Das Testzentrum im Ahsepark: Schul- und Kitakinder können sich hier noch bis Freitag freitesten lassen.

Die Corona-Lage in Hamm entspannt sich auch im Wochenvergleich. Allerdings: Mehr Ältere sind inzwischen wieder betroffen.

Hamm - In der Woche vom 6. bis zum 12. September gab es in Hamm 217 Neuinfektionen. Das sind 75 oder gut 25 Prozent weniger als noch in der Woche davor. Dementsprechend lag auch die Gesamtzahl der Infizierten am Mittwoch mit 410 wieder niedriger als sieben Tage zuvor (498). (News zum Coronavirus in Hamm)

Corona in Hamm: Aufklärungsquote sinkt weiter

Von den Neuinfektionen der vergangenen Woche wurden in der täglichen Meldung zunächst 137 Ansteckungen als „unbekannt“ eingestuft. Im Rahmen der Nachverfolgung wurden 32 Fälle noch einer Infektionskette zugeordnet – es bleiben aus der vergangenen Woche also 105 Ursprünge unbekannt. Die Aufklärungsquote liegt damit bei rund 52 Prozent. Das ist noch einmal etwas schlechter als in der Vorwoche (56 Prozent).

Etwa 46 Prozent der neuen Infektionen stammen von Ansteckungen im Familien- und Bekanntenkreis, in 4 Prozent der Fälle waren Reiserückkehrer betroffen und in 2 Prozent ereignete sich die Ansteckung am Arbeitsplatz.

Weiterhin Ungeimpfte Hauptbetroffene bei Neuinfektionen

Von den Neuinfizierten der vergangenen Woche waren 155 Personen (71,4 Prozent) ungeimpft. In der Woche davor lag der Anteil bei 74,3. 18 Personen (8,3 Prozent) hatten die erste Impfung, 7 Personen (3,2 Prozent) hatten die zweite Impfung und 37 Personen (17,1 Prozent) hatten den vollen Impfschutz. 

In der vergangenen Woche wurden in Hamm insgesamt 12.086 Schnelltests durchgeführt - 1.706 weniger als in der Woche davor (13.792). Von den Schnelltests haben 105 ein positives Ergebnis gehabt. Das entspricht einer Positivquote von 0,87 Prozent. „Spitzenreiter“ bei den Schnelltests pro Tag war der Samstag, 11. September (2.237 Tests).

Corona-Lage an Schulen und Kitas entspannt sich weiter

Auch in den Schulen sind deutlich weniger Kinder und Jugendliche infiziert als noch eine Woche zuvor. Noch mehr machen sich hier die gelockerten Quarantänebestimmungen für Sitznachbarn bemerkbar. 124 Schüler waren am Mittwoch infiziert, 19 Schulen waren betroffen. Eine Woche zuvor waren es noch 167 Schüler an 37 Schulen gewesen. 256 Kinder und Jugendliche befanden sich in Quarantäne – 200 weniger als eine Woche zuvor.

Betroffene Schulen

Betroffen sind die die Anne-Frank-Schule, das Beisenkamp Gymnasium, die Dietrich-Bonhoeffer-Schule, das Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, die Erlenbachschule, das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, die Friedensschule, das Galilei-Gymnasium, das Gymnasium Hammonense, die Johannesschule, die Karlschule, die Konrad-Adenauer-Realschule, die Marienschule, das Märkische Gymnasium, die Realschule Mark, die Schule im Grünen Winkel, die Sophie-Scholl-Gesamtschule, die Talschule und die Waldorfschule.

Die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen freitesten zu lassen und wieder zur Schule gehen zu können, scheint nun doch von den allermeisten Schülern genutzt worden zu sein. Auch die Stadt ging am Mittwoch davon aus, dass sich kaum noch Schüler in Quarantäne befinden ohne dass sie es müssten.

Auch in den Kindertagesstätten hat sich die Lage entspannt. 27 Kinder waren am Mittwoch infiziert – 22 weniger als in der Vorwoche. Betroffen sind die Kita am Katharina-Luther-Centrum und die Kolping Kids Westtünnen. Seit Wochenbeginn gilt auch hier, dass sich die Kinder, in deren Gruppe es einen Coronafall gibt, nach fünf Tagen freitesten können.

Mehr Ältere infizieren sich mit dem Coronavirus

Kinder und junge Erwachsene stecken sich in Hamm nach wie vor am häufigsten mit dem Coronavirus an. Im Vergleich zur Vorwoche hat es gerade in den drei Altersklassen bis 29 Jahre aber erhebliche Rückgänge von jeweils etwa 30 Prozent gegeben. Während sich hier eine Entspannung andeutet, bereitet der Blick auf die betagten Menschen leichte Sorgen.

Mit 16 Infizierten über 80 Jahre wurde der Wert in sieben Tagen mehr als verdoppelt (+9). Auch die Seniorenheime bleiben von der Entwicklung nicht verschont. Sechs Mitarbeiter und zehn Bewohner (+3/+7) waren am Mittwoch infiziert. Vier Einrichtungen waren betroffen.

Hier die detaillierte Altersstruktur der 410 Infizierten von Mittwoch:

AltersgruppeInfizierteEntwicklung
0 bis 9 Jahre62-30
10 bis 19 Jahre92-35
20 bis 29 Jahre58-23
30 bis 39 Jahre67-6
40 bis 49 Jahre61-7
50 bis 59 Jahre26+2
60 bis 69 Jahre20+1
70 bis 79 Jahre5-1
80 bis 89 Jahre16+9
über 90 Jahre3+2

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