Einladungsschreiben als Problem

Corona-Impfen: Ruckelstart für die nächsten Gruppen

Auch Hammer Bürger der Jahrgänge 1942 und 1943 können sich seit Freitag bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) für einen Impftermin anmelden.

Hamm - Die Anmeldung funktioniert über die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) per Telefon (0800/116-117-02) oder im Internet unter www.116117.de. Auch Partner können sich ungeachtet ihres Alters mitimpfen lassen. Bei den Impfungen kommen auch in Hamm je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe der Hersteller Biontech oder Moderna zum Einsatz. (News zum Coronavirus in Hamm)

Aber auch diese Impf-Runde startete nicht ruckelfrei. Etliche Leser meldeten sich am Morgen in der Redaktion, weil sie am Telefon abgewimmelt wurden mit dem Hinweis, dass sie ein entsprechendes Einladungsschreiben der Kommune bräuchten. Das sei aber nicht der Fall, erklärte die Landesregierung aus gegebenem Anlass. „Das Schreiben ist zur Impfanmeldung aber nicht notwendig“, heißt es eindeutig aus Düsseldorf. Nach WA-Informationen lief die Anmeldung aber schon wenige Stunden nach dem Start zumeist problemlos.

Die KVWL teilte unterdessen mit, dass inzwischen alle Termine für die 79-Jährigen (1550 Personen leben in Hamm) im Impfzentrum vergeben seien. Dort waren unterdessen nach Angaben der Stadt bis Donnerstag 36.397 Impfungen durchgeführt worden (25.776 Erst- und 10.621 Zweitimpfungen).

Weitere Jahrgänge sollen in Kürze freigeschaltet werden, meldet die KV. Die Impfzentren sollten nicht ohne gültigen Termin aufgesucht werden, da die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt ist. 

Corona-Impfen in Hamm: Situation bei den Hausärzten

In den Hausarztpraxen wurden am Mittwoch – dem ersten Impftag – immerhin 465 Erst- und fünf Zweitimpfungen gesetzt. Das ist im Vergleich mit anderen Städten und Kreisen wenig. In Westfalen-Lippe haben nur die Ärzte im Kreis Borken (398 Impfungen) weniger Vakzin verabreicht. Spitzenreiter sind die Kreise Steinfurt (4125) und Recklinghausen (3422).

Der Sprecher der KVWL, Andreas Daniel, erklärte, dass einige Praxen – auch in Hamm – erst am heutigen Freitag oder nach den Ferien mit dem Impfen beginnen würden. Einige hielten sich mutmaßlich auch noch zurück, weil aktuell nur rund 20 Impfdosen pro Praxis und Woche zugeteilt würden. Ein Vergleich der bisherigen Zahlen sei daher schwierig.

Hamm liegt bei der Praxen-Dichte zudem landesweit nur im Mittelfeld, hat also weniger Ärzte als andere Städte. „Wir sind froh, dass das Impfen bei den Hausärzten gut angelaufen ist Nach den Ferien nimmt das Tempo hoffentlich zu“, sagte Daniel.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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