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Corona-Impfen in Hamm auch über Ostern unter Volldampf

Trotz des Astrazeneca-Debakels ist OB Herter für das weitere Corona-Impfen in Hamm optimistisch: Dank der vom Land versprochenen Biontech-Lieferungen werde auch am Osterwochenende der Turbo zugeschaltet.

Hamm - Bis Mittwochabend sind in Hamm 30.933 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Eine Erstimpfung erhielten bislang 21.400 Hammer. Das sind die harten Zahlen, mit denen Oberbürgermeister Marc Herter trotz des neuerlichen Problems mit Astrazeneca und der steigenden Inzidenzzahlen für die nächste Zeit Mut machen will. Der Rathaus-Chef geht fest davon aus, dass alle noch ausstehenden festen Impfermine durchgeführt werden können. (News zum Coronavirus in Hamm)

Konkret: Während die über 60-Jährigen den jüngsten Vorgaben gemäß weiterhin mit Astrazeneca geimpft würden, werden jene Impflinge unter 60 in der Regel den Wirkstoff von Biontech/Pfizer erhalten. Entsprechende Lieferzusagen des Landes NRW seien ja gemacht worden - sie müssen „nur“ noch eingehalten werden, fügte Herter in einer Pressekonferenz am Mittwoch pflichtgemäß hinzu.

Corona in Hamm: 30.000 Impfungen im Monat möglich

Darüber hinaus werde - wie schon an den vergangenen drei Wochenenden - auch an den anstehenden Ostertagen der „Impf-Turbo draufgelegt“. Es werden also neben dem ohnehin laufenden 7-Tage-Betrieb weitere Impfstraßen genutzt: am Sonntag seien es dann beispielsweise insgesamt fünf und am Montag immerhin noch drei.

Das Hammer Impfzentrum habe Kapazitäten für bis zu 30.000 Impfungen im Monat, betonte Herter. Daher würden ihn wortreiche Liefer-Ankündigungen von NRW-Gesundheitsminister Laumann „nicht nervös machen“. Für die verbindliche Vergabe sei allein entscheidend zu wissen, dass und wann die Dosen ankämen.

Corona in Hamm: Was ist mit den über 60-jährigen Impflingen?

Herter dämpfte zugleich ein wenig die in Düsseldorf geschürten Erwartungen für über 60-Jährige in Hamm. Der dafür benötigte Impfstoff sei längst noch nicht da. Außerdem sei bislang unklar, für wann die Termine überhaupt gemacht werden könnten.

Deutlich gesagt werden müsse zudem, dass Termine für diese Gruppe erst ab Samstag gemacht werden könnten. Es sei „ärgerlich, dass ich das klarstellen muss“, kritisierte Herter schwammige Ankündigungen aus Düsseldorf. Die Terminvergabe regelt dann auch nicht die Stadt Hamm, sondern die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Es werde dort anfangs sicher zu einem Ansturm kommen, mit entsprechenden technischen Überlastungserscheinungen.

Corona in Hamm: Schon bald vermutlich negative Tests nötig

Die Entwicklungen des Infektionsgeschehens mit lange Zeit ausgewiesenen Inzidenzwerten um die 100 oder darunter bewertet Herter für Hamm zwar grundsätzlich positiv, aber auch realistisch - denn „eine Insel der Glückseligen werden wir wohl nicht bleiben“. Der OB erklärte, dass die Stadt sich darauf vorbereite, bei einem anhaltenden Wert über 100 die Karte der Negativtestungen zu ziehen und die bisher für „Click & Meet“ geöffneten Betriebe weiter nutzbar zu halten. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde das dann regeln.

Es gehe bei diesem Vorgehen nicht einfach darum, alles offen zu lassen, „sondern das zu sichern, was offen bleiben kann“, stellte Herter klar. Die dafür nötigen Testkapazitäten seien in Hamm vorhanden, auch dank der Hilfe privater Anbieter (ein Drittel laufe sogar schon digital im Gesundheitsamt ein). Man fange bei diesem Thema ganz sicher nicht an zu zocken, sagt der OB. Die Menschen in der Stadt sollten vor allem ein gutes Gefühl dabei haben.

Zum Hintergrund: Nach mehreren Fällen von Hirnvenenthrombosen, die zuletzt vor allem bei Frauen unter 55 aufgetreten waren, hatten zuerst einzelne Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen einen Impfstopp angeordnet. Später dann änderte die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung, der Astrazeneca-Stopp wurde bundesweit ausgerufen. 

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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