Herbstmarkt findet nicht statt

Corona-Hotspot Hamm: Stadt setzt neue Ausrufezeichen - auch bei Feiern

Mundschutz liegt auf dem Boden
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Auch in Hamm spaltet die Maskenpflicht die Gemüter. Dabei dürfte klar sein: Besser wird es auf absehbare Zeit erstmal nicht.

Die Stadt Hamm macht den Alleingang und geht angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen mit dem Coronavirus mit einer eigenen Allgemeinverfügung vor. Sie gilt ab Freitag.

Hamm - Unter den Neuinfizierten von Donnerstag sind keine neuen Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus aus Seniorenheimen. Am Donnerstagabend wurde der Herbstmarkt im Maxipark abgesagt. Ein Überblick: 

Coronavirus in Hamm: Allgemeinverfügung Stadt Hamm (gültig ab 2. Oktober)

Im öffentlichen Raum dürfen sich in Hamm weiterhin nur fünf Personen oder Menschen aus zwei Haushalten treffen. Bei einem Restaurantbesuch ist es möglich, dass mehrere Personen an getrennten Tischen sitzen, wenn die Mindestabstand von 1,50 Metern gehalten werden.

Die Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen (soweit der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann) wird bis zu den Herbstferien verlängert.

In den Grundschulen bleibt die Maskenpflicht auf dem Schulgelände, in Gängen etc. bis zu den Herbstferien bestehen. Im Unterricht gibt es an Grundschulen weiterhin keine Maskenpflicht

Bei Veranstaltungen gilt außerhalb des Sitzplatzes eine Maskenpflicht – sofern es ein Hygienekonzept gibt. Können bei der Veranstaltung Abstände etc. nicht eingehalten werden, gilt die Maskenpflicht auch am Platz.

Bei zulässigen Sportveranstaltungen sind in Hamm nicht mehr als 150 Zuschauer erlaubt. Ein Sonderfall ist das Handballspiel zwischen dem ASV Hamm und Gummersbach am 17. Oktober. Sollte der RKI-Wert dann weiterhin über 35 sein, müsste das Spiel ohne Zuschauer stattfinden, das fußt auf einer bundesweiten Regelung.

Coronavirus in Hamm: Private Veranstaltungen

Das vom Land genannte Bußgeld bei Verstößen erhöht die Stadt von 500 Euro auf 2500 Euro.

Zudem schließt die Stadt die Lücke, die das Land mit seiner Verordnung vom 1. Oktober bei privaten Feiern offen gelassen hat. Die Regeln, die im öffentlichen Raum gelten, gelten in Hamm auch für Feierlichkeiten in privaten Räumen und auf privaten Grundstücken. Feiern mit mehr als 25 Personen müssen nun auch in privaten Räumlichkeiten von der Stadt genehmigt werden. Der Antrag hierzu muss mindestens drei Werktage vorher bei der Stadt eingehen. Gleichzeitig braucht es auch in privaten Räumen ein Hygienekonzept:

  • Datum, Uhrzeit, Ort,
  • Verantwortliche,
  • Hygiene, Belüftung, Handdesinfektion,
  • Mindestabstände, 
  • erwartete Teilnehmer-Zahl,
  • Vorab- und nachher Anwesenheitsliste 

... müssen hierbei angezeigt werden. Aufgrund dieser Informationen erteilt die Stadt eine Genehmigung oder eine Ablehnung. Der „herausragende Anlass“ spielt bei der Bewertung ebenfalls eine Rolle. Verstöße werden auch hier mit Bußgeldern von 2500 Euro geahndet.

Dies betrifft noch nicht all jene Feiern in Privaträumlichkeiten, die an diesem Wochenende stattfinden. Diese können auch ohne Genehmigung durchgeführt werden. Im Zweifel muss der Gastgeber in der Lage sein, eine Gästeliste vorlegen zu können.

Für die Zukunft ist auch bei Privatfeiern mit Kontrollen zu rechnen. Flächendeckend wird das nicht möglich sein, aber der Kommunale Ordnungsdient (KOD) kündigt an, beispielsweise auf Beschwerden aus der Nachbarschaft reagieren zu wollen.

Wichtig: Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis Ende Oktober. Sollten die Fallzahlen in Hamm deutlich sinken, werden die Auflagen früher gelockert.

Der Herbstmarkt im Maxipark findet nicht statt.

Coronavirus in Hamm: Herbstmarkt im Maxipark

Alles Hoffen war am Ende vergebens. Das NRW-Gesundheitsministerium hat am Donnerstagabend um 18 Uhr entschieden, dass der Herbstmarkt im Maxipark nicht stattfinden kann. Die Veranstaltung, zu der mehrere tausend Besucher erwartet worden waren, hätte ab Freitag (2. Oktober) und über das gesamte Wochenende stattfinden sollen.

Dass die Absage-Entscheidung erst am Donnerstagabend fiel, stieß bei den Parkverantwortlichen und Händlern übel auf. Die online verkauften Tickets sollen erstattet werden.

Aufbau zum Bauernmarkt Land und Leute im Maxipark

Aufbau zum Bauernmarkt Land und Leute im Maxipark

Coronavirus in Hamm und Seniorenheime 

In den Seniorenheimen entspannt sich derzeit die Lage. Das Ludgeri-Stift Hövel (voraussichtlich bis Anfang nächster Woche), das Wolfgang-Glaubitz-Zentrum, Haus am Wiescherhöfener Markt, das Haus am Markt und das Amalie-Sieveking-Haus sind weiterhin von Corona betroffen. Die Einrichtungen St. Stephanus, Ludgeristift Hövel und St. Vinzenz Vorsterhausen sind hingegen aus der Kette herausgefallen. Hier gibt es keinen Aufnahmestopp und kein Besuchsverbot mehr.

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