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Corona in Hamm: Infektionszahlen steigen wieder dramatisch an

ARCHIV - 30.06.2020, Bayern, Kaufbeuren: Ein Arzt hält in einer Hausarztpraxis einen Tupfer mit dem ein Abstrich für einen Coronatest gemacht wird.
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Die Zahl der positiven Testergebnisse in Hamm bleibt hoch.

Die Zahlen sinken nicht – im Gegenteil: Am Sonntag hat sich die Corona-Lage wieder zugespitzt. Der 7-Tage-Inzidenzwert stieg wieder deutlich an.

Hamm - Am Sonntag waren der Stadt Hamm 69 Neuinfektionen bekannt. Der 7-Tage-Inzidenzwert (Infektionen in den zurückliegenden sieben Kalendertagen pro 100.000 Einwohner) stieg auf 237,3 und kletterte damit um 18,9 Punkte. Insgesamt 569 Hammer gelten aktuell als infiziert; das sind 42 mehr als am Samstag. Dabei handelt sich um 276 Frauen und 293 Männer.

Von den 69 neu Infizierten hatten sich laut Stadtverwaltung 37 Personen aus der bestehenden Quarantäne heraus angesteckt. Bei den übrigen 32 Personen tappt das Gesundheitsamt noch im Dunkeln und versucht, den Infektionsherd ausfindig zu machen. 2 089 Personen haben die Covid-19-Infektion inzwischen durchgemacht, sie gelten als gesundet (1.129 weiblich, 960 männlich).

2 090 Personen befanden sich in amtlich angeordneter Quarantäne (-205). Mit den Corona-Mobilen und an der Alfred-Fischer-Halle wurden bis gestern 19.991 Proben genommen . (Corona-Spezialressort für Hamm.)

Corona in Hamm - die aktuellen Infektionsquellen:

  • 37 der Neuinfektionen kommen aus einer Quarantänesituation heraus
  • In 32 Fällen ist der Infektionsweg (bisher) nicht nachvollziehbar (Quelle: Stadt)

Corona in Hamm - die weiteren Zahlen am Sonntag:

43 Hammer werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, 5 von ihnen liegen auf Intensivstationen (plus 1). Betroffen sind zwei Männer über 70 Jahre, zwei Männer über 80 Jahre und eine Frau über 90 Jahre. In häuslicher Quarantäne befinden sich aktuell 2.090 Hamme (-539). 2.089 Personen in Hamm gelten als von einer Corona-Infektion genesen.

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Private Feiern dürfen nur aus herausragendem Anlass und mit maximal 25 Personen in Privatwohnungen stattfinden. Dabei sind zwingend Kontaktlisten zu führen. Eine Anzeige- oder Genehmigungspflicht besteht nicht.
    Zu herausragenden Anlässen gehören: 18. Geburtstage, runde Geburtstage, ab dem 70. Geburtstag jeder Geburtstag, Hochzeiten und Trauungen, Hochzeitsjubiläen (silberne, goldene, Diamant- und Gnadenhochzeit), Taufen, Erstkommunionen und Konfirmationen und vergleichbare Feiern im muslimischen und jüdischen Glauben.
    Feiern aus anderen aus den genannten Anlässen sind nicht erlaubt. Wenn Feiern mit mehr als 25 Personen oder ohne besonderen Anlass stattfinden, erwartet den Verantwortlichen ein Bußgeld von 2500 Euro.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. Auch auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter) gilt sie laut aktueller Verordnung. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.

Die Hammer Notfallpraxis wird am kommenden Dienstag vorübergehend an einen anderen Standort ziehen – und zwar von der Stadtmitte nach Heessen. Der Grund ist - natürlich - Corona.

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