Klare Betroffenheit

Corona-Ausbreitung: Westen und Norden sind Hotspots in Hamm

Hotspots in Hamm: Corona hat sich besonders hartnäckig im Westen und Norden der Stadt verbreitet und trifft dort vor allem Menschen mit Migrationshintergrund.

Hamm – Es ist so, wie es bereits seit Längerem von wa.de vermutet worden war: Das Coronavirus hat sich besonders hartnäckig im Westen und Norden von Hamm verbreitet und trifft dort vor allem Menschen mit Migrationshintergrund. „Nach verwaltungsinternen Schätzungen ist davon auszugehen, dass sich jeweils etwa ein Drittel des Infektionsgeschehens in der türkischstämmigen und der aus Ost-/Südosteuropa stammenden Community abspielt“, teilte Oberbürgermister Marc Herter auf WA-Anfrage mit. (News zu Corona in Hamm)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Einwohner179.916 (31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterMarc Herter

Entwarnung kann deshalb aber keineswegs für den Rest der Stadt gegeben werden. Das verbleibende Drittel entfällt laut Herter auf Einwohner ohne Migrationsgeschichte – und das sind mit gut 150 Betroffenen ähnlich viele wie zum Höhepunkt der ersten Welle im April 2020. Hygiene- und Abstandsregeln sollten folglich weiterhin intensivst beachtet werden.

Corona in Hamm: Hotspots im Norden und Westen der Stadt durch hohe Ansteckungen

„Eine Häufung ist besonders in beengten Wohnverhältnissen und bei sehr großen Familien und Familienverbänden festzustellen“, umschreibt Herter das Problem. Schon bei früheren Gelegenheiten hatte die Verwaltung wa.de mitgeteilt, dass in kleinen Wohnungen ein Überspringen des Virus’ vom einen auf den anderen innerhalb einer Familie quasi unvermeidbar sei.

Mehrsprachige Informationsmaterialien, in denen auf Infektionsschutz- und Quarantäneregeln hingewiesen wird, hatte die Stadt bereits in der Vergangenheit verteilt. Herter will es nicht mehr dabei belassen. „Mit den Möglichkeiten der Sozial- und Integrationsarbeit geht die Stadt nun auch den Weg der persönlichen Ansprache. Wesentliches Ziel ist, die Multiplikatoren besser zu erreichen, um eine Umsetzung der Regeln verbessern zu können“, teilte er mit.

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa

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