Impfdurchbruch

Großer Corona-Ausbruch in Seniorenheim: Dutzende Betroffene

Im Seniorenheim St. Bonifatius im Hammer Westen haben sich mindestens 27 Bewohner und 5 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.
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Im Seniorenheim St. Bonifatius im Hammer Westen haben sich mindestens 27 Bewohner und 5 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Auch in Hamm gibt es nun den ersten großen Impfdurchbruch. Er betrifft das Seniorenheim St. Bonifatius im Hammer Westen. Mindestens 27 Bewohner und 5 Mitarbeiter sind infiziert.

Hamm - Die Zahlen könnten noch weiter ansteigen, denn bei einigen Verdachtsfällen mit positivem Schnelltests stand am Dienstag das (amtliche) PCR-Testergebnis noch aus. Sieben Bewohner werden aktuell im Krankenhaus behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Alle sind deutlich über 70 Jahre alt. (Was ist ein Impfdurchbruch? Hier klicken!)

Impfdurchbruch im Seniorenheim: Coronavirus breitet sich schnell aus

Wie Stadtsprecher Tom Herberg gegenüber WA.de erklärte, hat sich das Virus binnen weniger Tage mit rasanter Geschwindigkeit unter den Betroffenen verbreitet. Die ersten Fälle seien Mitte/Ende der vergangenen Woche per Schnelltest bekannt geworden. Übers Wochenende seien dann die Zahlen massiv angestiegen.

Unklar ist bislang, auf welchem Weg das Virus in das Heim getragen wurde. Fast alle Betroffenen waren doppelt geimpft. Allerdings waren die Zweitimpfungen bei den Bewohnern bereits im Januar 2021 erfolgt - sprich vor deutlich mehr als einem halben Jahr.

In der Einrichtung am Bonifatiusweg sind 100 Bewohner und rund 130 Mitarbeiter untergebracht beziehungsweise tätig. Das Virus ging zunächst in einem der insgesamt drei Wohnbereiche um, mittlerweile gebe es aber auch im zweiten Wohnbereich positive Fälle, so Herberg.

Mehrere Corona-Fälle im Seniorenheim in Hamm: Delta-Variante nachgewiesen

Das Coronateam der Stadt und die Heimleitung stünden im engen Austausch, hieß es weiter aus dem Rathaus. Neben den Betroffenen seien auch deren enge Kontaktpersonen im Heim (auch wenn sie geimpft sind) unter Quarantäne gestellt worden. Das betreffe etwa die Hälfte der Bewohner, so Herberg.

Tägliche Testungen seien fürs Personal und die Bewohner angeordnet worden. Ferner seien Gemeinschaftsaktivitäten wie Singen, Basteln, Spielen bis auf Weiteres ausgesetzt. Es werde versucht, die drei Gruppen der Nichtinfizierten, die Kontaktpersonen und die Infizierten räumlich voneinander zu trennen, so Herberg weiter. Für Besucher von nichtinfizierten Bewohnern gelte bis auf Weiteres im Haus eine Maskenpflicht. Das Personal trage nun wieder Schutzkleidung. Wie lange die Auflagen fortbestehen, sei abhängig vom Infektionsgeschehen.

Bei zwei Dritteln der Infektionsfälle sei die Delta-Variante nachgewiesen worden. Der letzte größere Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim liegt viele Monate zurück. 

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