Corona bremst Comedian Hoheneder aus - „Irgendwie geht es immer weiter"

Comedian Till Hoheneder wurde gleich dreifach ausgebremst.
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Comedian Till Hoheneder wurde gleich dreifach ausgebremst.

Auch der Hammer Comedian Till Hoheneder ist beruflich von den Einschränkungen durch das Coronavirus ausgebremst worden. Und das gleich dreifach: als Comedian, als Autor und als Musiker.

Hamm – Mit seiner Band Tillcaster hätte er eigentlich am 4. April im Hoppegarden spielen wollen, doch der Gig wurde genauso wegen Corona gecancelt wie ein weiterer in Münster. Und ob die fünf Auftritte im November mit der Band Slowhand All Stars stattfinden können, kann heute keiner sagen. Hoheneder hofft darauf. Und auch, dass die gemeinsame Comedytour mit Atze Schröder nicht abgesagt werden muss.

13 Abende stehen die beiden Freunde im September als „Zärtliche Cousinen“ auf der Bühne – wenn sie denn dürfen. Aber Hoheneder ist optimistisch: „Ich habe in über 30 Jahren als Künstler schon so viel erlebt. Extrem gute Zeiten und sehr schlechte Zeiten. Auch ohne Pandemie. Irgendwie ist es immer weitergegangen. Ich habe gelernt, in den guten Jahren für die schlechten vorzusorgen. Jetzt ist das Wichtigste erst mal gesund bleiben.“

Keine Auftritte in naher Zukunft

Momentan aber ist an Auftritte nicht zu denken – nicht an eigene und auch nicht an Auftritte der Comedians, für die Hoheneder als Ghostwriter tätig ist. „Atze hat seine Winter/Frühling-Tour ,Echte Gefühle‘ bis auf vier Auftritte, die wegen Corona ausfallen mussten, zu Ende spielen können“, weiß Hoheneder. Lisa Feller, für die der Hammer Comedian auch schreibt, wurde mitten in der Tournee ihres neuen Programms „Ich komm’ jetzt öfter“ durch das Auftrittsverbot abgewürgt. Und ob der Auftritt am 27. Mai in der Werkstatthalle des Maxiparks stattfinden kann, ist noch unsicher. Viele ihrer Termine sind schon auf September verschoben worden.

Und weil die Comedians, mit denen Hoheneder arbeitet, derzeit keine Auftritte haben, hat er selbst von ihnen auch keine Aufträge. Allerdings, räumt er ein, sei es mit zwei Kindern, die derzeit nicht zur Schule gehen dürfen, im Homeoffice auch gar nicht so einfach, kreativ tätig zu sein.

Kontaktvermeidung durch Videokonferenzen

„Ich habe Atze oder Lisa auch nicht persönlich getroffen“, sagt Hoheneder. Aber Videokonferenzen könnten den direkten Kontakt auch nicht ersetzen. „Wenn man kreativ arbeiten und Ideen mit mehreren Leuten diskutieren will, stößt die Technik ganz schnell an ihre Grenzen“, hat er erfahren müssen.

Aber zumindest auf anderem Wege hilft die Technik, als Künstler präsent zu bleiben. Der Podcast „Zärtliche Cousinen“, den er mit Atze Schröder vor einem Jahr ins Leben gerufen hat, wird auch in Corona-Zeiten fleißig gepflegt: „Das ist zur Zeit unsere größte Freude. Wir haben den Podcast sehr erfolgreich etabliert und landen mit jeder Folge unter den Top 25 bundesweit.“

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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