Kino-Betreiber: Es hat sich niemand im Kino angesteckt

Cinemaxx enttäuscht über Schließung: „Kino ist weniger gefährlich als das Büro“

Das Cinemaxx in Hamm an der Königstraße.
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Wieder geschlossen: Auch das Cinemaxx darf keine Gäste empfangen, das Kino bleibt im November geschlossen.

Hamm/Hamburg – Mit großer Enttäuschung hat die Cinemaxx-Kette auf die erneute Schließung der Kino-Betriebe ab Montag reagiert. Das teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit. Weltweit seien seit Beginn der Corona-Pandemie über hundert Millionen Menschen in den Kinos gewesen. Keine einzige Infektion sei in Verbindung mit einem Kinobesuch bekannt.

Die Rahmenbedingungen eines Kinobesuchs seien ideal, auch in Hamm: Man sitze in fest zugewiesenen Sesseln und halte somit den vorgegebenen Abstand ein. Im Kino blicke man in eine Richtung auf die Leinwand und es werde kaum gesprochen. Alle Cinemaxx-Kinos seien mit hochmodernen raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet, die sowohl die Kinofoyers als auch Säle stets gut belüfteten und verbrauchte Luft absaugten, teilte eine Unternehmenssprecherin mit.

Eine Studie habe nachgewiesen, dass Menschen während eines Kinobesuchs nur einem Bruchteil möglicher Aerosolmengen ausgesetzt seien, die man im Vergleich dazu im Umfeld eines Büroarbeitsplatzes finde. Für das Sicherheits- und Hygienekonzept habe das Unternehmen viel Zuspruch von den Besuchern erhalten. Eine Unternehmenssprecherin sagte noch vor wenigen Tagen, dass die Besucher die Regelungen annehmen.

Die Kinobranche werde jetzt vor eine noch größere Herausforderung gestellt. „Insofern hoffen wir sehr, dass die versprochene finanzielle Unterstützung für diese Phase der Schließungen umgehend greift“. heißt es in der Stellungnahme. Es sei ist von zentraler Bedeutung, dass die gesellschaftliche Relevanz von Kino von der Politik gesehen werde, damit die Kinobranche durch diese enorme Herausforderung komme.

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