IHK startet Blitzumfrage

Von China abhängig: Wie hart trifft das Virus die Firmen bei uns?

Das Coronavirus treibt die Wirtschaft auf Talfahrt. Das spüren auch die Firmen in unserer Region.
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Das Coronavirus treibt die Wirtschaft auf Talfahrt. Das spüren auch die Firmen in unserer Region.

Gut 300 Unternehmen aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna sind in China aktiv. Wie stark sind sie von der aktuellen Coronavirus-Welle betroffen?

Hamm – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund hat unter rund 1000 Unternehmen in der Region eine Blitzumfrage gestartet, um die Auswirkungen des Coronavirus auf die hiesige Wirtschaft einschätzen zu können. Anfang der Woche erhoffe sich die IHK erste Ergebnisse, sagte ein Sprecher. Die Entwicklung rund um das Virus lesen Sie hier aktuell im Ticker, Informationen zu Hamm finden Sie unter anderem hier.

In einer Pressemitteilung der IHK heißt es, gut 300 Unternehmen aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna seien in China aktiv. „Die Auswirkungen auf unsere regionale Wirtschaft sind zurzeit noch schwer abzuschätzen. Aber es zeigt sich schon jetzt, dass Lieferketten und Produktionsnetzwerke in Mitleidenschaft gezogen werden“, so IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann.

Welche Lieferketten und Produktionsnetzwerke das sind, konnte der Sprecher auf Nachfrage für Hamm konkret nicht beantworten. Ebenso wenig, ob es sich beispielsweise um Großhandelsunternehmen oder Industriebetriebe handelt. Ob bestimmte Branchen sogar um ihre Existenz fürchten müssen, blieb ebenso unbeantwortet. In der Regel seien Unternehmen bei Lieferengpässen aber gut gewappnet, weil sie zumindest eine Zeit lang ausreichend Lagenbestand hätten, um Aufträge bedienen zu können.

Auch Absatzmarkt China betroffen

Umgekehrt, so IHK-Präsident Dustmann, sei auch der Absatzmarkt China betroffen. „Für regionale Produkte drohen je nach Branche Verluste“, so Dustmann.

Unternehmen sollten sich auf ausbleibende Lieferungen und mögliche alternative Lieferanten einstellen sowie Gespräche mit ihren Transportversicherern führen, rät die IHK. Die Transportkosten von und nach China beispielsweise dürften aufgrund wegfallender Cargo-Flüge und gestiegenem Lieferdruck steigen. Zu Kurzschlussreaktionen bestehe aber kein Anlass. Positiv sei, dass laut Robert-Koch-Institut mit dem Virus kontaminierte Lieferungen sehr unwahrscheinlich sind.

Ähnliches gelte auch für den italienischen Markt. Italien sei für die NRW-Wirtschaft der sechstwichtigste Absatzmarkt. 345 Unternehmen aus der IHK-Region seien dort aktiv.

Weitere Informationen:

Aktuelle Gesundheitshinweise und Informationen zu Hygienemaßnahmen gibt es auf der IHK-Homepage unter www.dortmund.ihk24.de.

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