„Route-66“-Wirt eröffnet Osteria

Pizza als Weltkulturerbe: Chef von Burger-Restaurant hat große Pläne für Meile

Am früheren Standort von „The Bullhouse“ auf der Meile soll in Kürze das Restaurant „The Kitchen“ eröffnet werden.
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„Die Küche“ statt „Bullenhaus“: Hier soll im Frühjahr das Restaurant „The Kitchen“ eröffnen.

„The Kitchen“ soll ein neues Restaurant auf der Meile heißen. In „The Kitchen“ soll es original neapolitanische Pizza geben - und für die gelten strenge Regeln.

Hamm-Mitte – Mit seinem „Route 66 Diner“ an der Richard-Wagner-Straße hat sich das Betreiber-Team einen Namen in der Burger-Szene gemacht, nun soll original neapolitanische Pizza und Pasta nach traditionellen Rezepten als neue Geschäftsidee hinzukommen. Am 1. März eröffnet das Team um Niko Burnic, der „Ideengeber“ ist, an der Südstraße 1 das Lokal „The Kitchen“.

Geplant ist auf der Meile sowohl ein Restaurant-Betrieb, vor allem aber auch Lieferservice, wie er sich schon beim Diner etabliert hat. Burnic spricht von einer „Osteria“ (deutsch: Gasthaus), in der „großer Wert auf das traditionelle Handwerk neapolitanischer Pizza gelegt wird“.

Strenge Regeln für die perfekte Pizza

Und die darf nur nach strengen Regeln gefertigt werden, wenn sie sich wirklich so nennen möchte. Dazu gehören 72 Stunden Teigruhe, eine Temperatur von 485 Grad in einem Spezialofen (ursprünglich Holzofen) und eine Backzeit von maximal 90 Sekunden. Ihre Herstellung ist inzwischen in einer EU-Verordnung festgeschrieben. 2017 wurde die neapolitanische Kunst des Pizzabäckers (Pizzaiuolo) zudem von der Unesco in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Ein hoher Anspruch, doch Burnic ist sicher, diesem gerecht werden zu können. „Wenn Pizza, dann das Original“, sagt er. In Hamm gebe es das noch nicht. Die Pizzakarte stehe im Wesentlichen, sagt Burnic. Dazu gehören Rezepte der neapolitanischen Pizza, die nicht immer zwangsläufig auch Käse oder Tomaten enthalten müssen, und eigene Varianten.

Atmosphäre: Industrystyle

Ob Corona, Lockdown oder nicht: Burnic hat den 1. März als Eröffnungstermin fest ins Auge gefasst. Der Umbau werde zügig beginnen, sagt er. 35 Sitzplätze solle es drinnen geben, weitere im Außenbereich. Die Einrichtung werde einfach, modern und im „Industriestyle“ gehalten sein. Der Name sei bewusst so gewählt worden, weil er auf Internationalität abziele und „Kitchen“ (Küche) inzwischen eine Universalie sei.

Sollte Corona der Gastronomie auch im März noch einen Strich durch die Rechnung machen, setze er auf einen ohnehin schon stark gefragten Lieferservice. „Das ist die Zukunft“, glaubt er. Fünf bis sechs Fahrer sollen dafür beschäftigt werden, zwölf Mitarbeiter zudem in der Fertigung und im Restaurant.

Mit „The Kitchen“ kommt ein weiteres Kapitel im jüngsten Wandel an der Südstraße hinzu. Vor dem Lockdown hatten sich Ben Böhm mit der Partykneipe „Ulrikeee“ im ehemaligen „King’s Pub“ und Katja Köckmanns und Thorsten Thiele „9zehn“ (ehemals „Veganalina“) startklar für die Eröffnung gemacht. Am Marktplatz sind „Sissi+Franz“ (Burger) und „Bärlin Curry“ als Neueröffnungen Corona-bedingt in der Warteschleife.

„The Kitchen“ zieht in eines der vier Lokale, die im November 2019 bei einer Razzia geschlossen worden waren.

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