Der Chattanoogaplatz und seine Tiefgarage

Neubau lässt auf sich warten: Fläche am Kino noch lange gammelig

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Die östliche Fläche am Chattanoogaplatz in Hamm soll mit vier Wohneinheiten neu bebaut werden. Dazu muss auch die Tiefgarage abgerissen werden. Mit einem Baustart ist in den kommenden zwölf Monaten nicht zu rechnen.

Ganz so schnell wie zuletzt vom Noch-Eigentümer avisiert, wird es in Hamm mit dem Abriss des östlichen Teils der Tiefgarage am Chattanoogaplatz und der Neubebauung mit Wohnungen doch nicht gehen.

Hamm – Für die Umsetzung der ambitionierten und viel beachteten Pläne auf dem Cinemaxx-Platz fehlen noch mehrere formale Voraussetzungen, und auch die Statik des Kinos spielt dabei eine entscheidende Rolle. Unterm Strich ist mit Abriss und Neubau in den kommenden zwölf Monaten wohl kaum zu rechnen.

Eine formale Voraussetzung ist die Änderung des gültigen Bebauungsplans aus dem Jahr 1999. Dieser ermöglicht hier in maximal dreigeschossiger Bauweise Wohnen ab dem ersten Obergeschoss und Gewerbe beziehungsweise Büros im Erdgeschoss. Dazu sind öffentliche Grünflächen vorgegeben. Weil Architekt Dietrich Zakowski (Arnsberg), der die Fläche neu entwickeln will, hier ausschließlich Wohnraum in vier Gebäudekomplexen vorsieht, ist die Änderung erforderlich.

Angesichts der Kommunalwahl im September und der folgenden Konstituierung der politischen Fachausschüsse, der Bezirksvertretung Mitte und des Rats wäre die nächste Beratungsfolge für die Änderung frühestens zum Ende des Jahres. Auch wenn in diesem Fall wegen der geringfügigen Änderungen ein beschleunigtes Verfahren greifen könnte, bliebe es bei weiteren Fristen wie Bürgeranhörung und Offenlegung.

Stadtsprecher Tom Herberg sagte auf Anfrage: „Die Stadt wird das beschleunigen, was zu beschleunigen ist.“ Für das anstehende Verfahren lasse sich einiges vorbereiten, doch es hänge auch davon ab, wann der Stadt die finalen Planungen vorlägen. „Wir stehen Gewehr bei Fuß“, so Herberg. Dass sich die Stadt hier eine Entwicklung wünscht, ist hinlänglich bekannt. Sie würde dafür die umliegenden eigenen Grünflächen veräußern – sofern die Planungen in städtischem Sinne sind. Der bisherige Eigentümer veräußert für das Projekt den unbebauten Teil samt Garage.

Besondere Statik setzt enge Grenzen

Dass dem Architekten nach eigenen Angaben inzwischen die Teilabrissgenehmigung für den östlichen, unbebauten Teil der Tiefgarage ab Gebäudekante Cinemaxx vorliegt, helfe ihm nach dessen Aussage im Moment wenig. Aufgrund der statischen Voraussetzungen mit dem bestehenden Kino bleibe ihm laut Experten zwischen Abriss und Neubaubeginn aus Gründen der baulichen Sicherheit nur ein Zeitfenster von vier Wochen. „Alles andere ist nicht möglich“, sagte Zakowski.

Alle Angebote für den Bau lägen ihm vor, so der Architekt, doch tätig werden könne er in enger zeitlicher Abfolge erst, wenn alle formalen Schritte gegangen und alle Genehmigungen erteilt seien. Und nicht zuletzt habe die Corona-Krise noch fünf Monate Zeit gekostet.

Am Ende sollen hier in direkter Nachbarschaft zwei getrennte Komplexe (Kino und vier Wohngebäude) mit zwei getrennten Tiefgaragen und zwei Eigentümern entstehen. Weil in der Bestandsgarage eine neue Wegeführung vorgesehen ist, ist hierfür eine weitere Rampe an der Königstraße vorgesehen.

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