Für mehr Klimaschutz

Erst Zug, dann Carsharing: Die neue Freiheit am Hauptbahnhof?

Carsharing am Hauptbahnhof
+
Oberbürgermeister Marc Herter (links) und Till Ammann stellen das Carsharing-Angebot am Hauptbahnhof vor.

Sich ein Auto nehmen, wann man es braucht. Dieses Konzept funktioniert anderswo schon ganz gut. Und bald auch verstärkt in Hamm?

Hamm – Seit einigen Jahren boomt das Geschäft des Carsharings in großen Teilen der Bundesrepublik. In Städten wie Köln oder Berlin finden sich mittlerweile an fast jeder Straßenecke Autos, in die man einfach einsteigen und losfahren kann. Dieses Angebot findet nun auch langsam seinen Weg nach Hamm.

Carsharing-Stadt am Hauptbahnhof in Hamm

Neben Angeboten, die bereits am Nordenwall und am Oberlandesgericht bestehen, existiert seit Kurzem auch eine Station am Hauptbahnhof hinter der Postgeschäftsstelle. Alle drei Möglichkeiten werden von der Münsteraner Firma Stadtteilauto zur Verfügung gestellt. Bereits seit 1991 setzt sich die Firma dafür ein, dass Carsharing häufiger genutzt wird, mittlerweile sind rund 270 Autos im gesamten Münsterland im Einsatz.

Carsharing: 1 Auto ersetzt 20 andere

„Jedes einzelne Carsharing-Auto ersetzt heutzutage ungefähr 20 Autos“, so Till Ammann, Geschäftsführer von Stadtteilauto, und ergänzt: „Die dadurch gewonnene Fläche kann dann anders verwendet werden, etwa für Grünanlagen.“ Durch die Möglichkeit soll Personen, die sich sonst kein Auto leisten können, kostengünstig das Angebot gemacht werden, dennoch einen Pkw nutzen zu können, wenn es erforderlich wird.

Neu an der Station am Bahnhof ist, dass nun auch das erste E-Auto als Carsharing-Angebot zur Verfügung steht. Dafür hat die Stadt Hamm eine Ladesäule installiert, durch die das Auto jederzeit aufgeladen werden kann. „Wir wollen mit diesem Angebot einen weiteren Schritt Richtung Mobilitätswende gehen“, so OB Marc Herter. Ziel sei es, langfristig dafür zu sorgen, dass das Auto nicht mehr der dominierende Faktor bei der Mobilität ist. Vielmehr soll es nur eine Option neben ÖPNV, Fahrrad und Fußweg werden.

Um das Carsharing-Angebot in der Stadt weiter auszubauen, sollen in den kommenden Jahren Stationen in den einzelnen Stadtteilen aufgebaut werden, in denen die einzelnen Autos geparkt und per App gebucht werden können.

„Wir wollen bestimmte Verknüpfungspunkte in den Stadtteilen aufbauen, um dadurch eine Steigerungsrate bei der Nutzung von Carsharing-Angeboten zu erreichen“, so Herter. Dadurch soll es möglich werden, dass sich Bürger unkompliziert zwischen den einzelnen Stadtteilen fortbewegen können, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen, was zu enormen CO2- Einsparungen führe.

Sascha Nikolai Paschedag

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare