THTR-Umfeld: Cäsium im Boden nachgewiesen

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HAMM ▪ In den zweimal im Jahr durchgeführten Oberflächen-Bodenproben im Umfeld des stillgelegten Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktors (THTR) in Uentrop wird regelmäßig Cäsium qualitativ und quantitativ nachgewiesen.

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Dies geht aus einer Stellungnahme des Umweltministeriums auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten für den Rheinisch-Bergischen Kreis, Rainer Deppe, hervor. Die letzten Ergebnisse für das Radioisotop Cs-137 waren im Mai 2012 und September 2011 18,9 und 13,4 Becquerel pro Kilogramm. Es handelt sich hierbei laut Ministerium um Werte, die in ihrer Größenordnung durch den Fallout der oberirdischen Kernwaffenversuche und des Reaktorunfalls von Tschernobyl 1986 erklärt werden können. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es einen amtlichen Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm eines Lebensmittels. So viel Radioaktivität dürfen die Menschen also mit der Nahrung aufnehmen. Nur für Milch und Babynahrung gibt es einen strengeren Grenzwert: 370 Bq/kg.

Deppes Anfrage geht auf die rund um den THTR gefundenen Kügelchen zurück. Als wahrscheinlichste Herkunft für die Eisenoxid-Kügelchen wird Konverterkalk als Düngemittel angenommen. In Kürze soll aber noch eine Auswertung der Daten aus dem Krebsregister aus der Region vorgelegt werden. ▪ asc

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