Geräuschlos und völlig überraschend

Bussard greift in Hamm Bönener Rentner auf Radweg an

Heinrich Wüste aus Bönen wurde von einem Bussard angegriffen.
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Heinrich Wüste aus Bönen wurde von einem Bussard angegriffen.

Hamm - Ein Bussard hat einen 78-jährigen Radfahrer in Hamm attackiert. Passiert ist es erneut auf dem Alleenradweg in Wambeln.

Heinrich Wüste ist der Vierte im Bunde. Der 78-jährige Bönener wurde am Sonntag, 31. Mai, ebenfalls von dem „Bussard von Wambeln“ auf dem Alleenradweg attackiert. Die unheimliche Begegnung mit dem aggressiven Greifvogel steckt dem Rentner auch heute noch in den Knochen. „Es war, als hätte mir jemand einen Zehn-Pfund-Sack Kartoffeln an den Nacken geworfen...“

Der Angriff erfolgt von hinten. Geräuschlos und völlig überraschend. Gegen 10.30 Uhr. „Der Schlag hatte solch’ eine Wucht, dass ich fast vom Rad gefallen bin“, erinnert sich der 78-Jährige an den skurrilen Moment.

Das Blut rinnt ihm in Strömen in den Nacken, sein Hemd ist ruckzuck rot durchweicht. Heinrich Wüste ist erschrocken, irritiert. Er weiß zunächst nicht, was ihn da am Kopf getroffen. Dann sieht er, dass über ihm ein Bussard kreist und genau verfolgt, was der Verletzte wohl als Nächstes tut. Der Senior realisiert erst da: Der Greifvogel war’s, der die Jagd auf ihn eröffnet hat.

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Zehn, elf Kilometer radelt Wüste danach zurück nach Hause, wo ihn zunächst seine Frau verarztet. Zum Doktor fährt er ebenfalls noch sicherheitshalber. Doch der Mediziner muss nicht mehr tätig werden. Auch Wüstes Tetanusschutz hat noch Bestand.

„Nur gut, dass der Radweg jetzt gesperrt worden ist“, sagt er zu der städtischen Zwangsmaßnahme. Wie berichtet, wird das 900 Meter lange Teilstück des Alleenradwegs in Wambeln voraussichtlich die nächsten vier Wochen für Radler nicht zu passieren sein. Das Bussardpärchen nistet in der Nähe der Piste und verteidigt seine Brut gegen Eindringlinge. Heinrich Wüste ist mindestens der vierte Radfahrer, der hier angefallen wurde.

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