Heiße Phase beginnt

Bundestagswahl: Ab Montag wird Hamm wieder mit Plakaten geflutet

Schon bald werden die „Wesselmänner“ wieder in Hamm aufgestellt.
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Plakate auf großer Fahrt: Schon bald werden die „Wesselmänner“ wieder in Hamm aufgestellt.

In weniger als sieben Wochen wird ein neuer Bundestag gewählt. Kurz vor der heißen Phase des Straßenwahlkampfes wird ab Montag in Hamm sichtbar, wer sich zur Wahl stellt. Kreuzungsbereiche, Laternenmasten und Bäume werden dann wieder mit Tausenden Wahlplakaten gepflastert.

Hamm - Besonders ins Auge fallen dürften dabei wieder die großformatigen „Wesselmänner“, die nur auf genehmigten Antrag hin aufgestellt werden können. 191 davon sind für die wenigen möglichen und attraktiven Standorte entlang der Hauptverkehrsachsen beantragt worden – 42 weniger als noch bei der Kommunalwahl. Weitere Anträge sind aber noch jederzeit bis zum Wahltag am 26. September möglich.

In Hamm hat die CDU mit 76 zumindest was die „Wesselmänner“ angeht die Nase knapp vorne. Die SPD folgt mit 74. FDP (19), Grüne (18) und Linke (4) haben deutlich weniger Stellflächen beantragt. Einzelne Großformat-Wahlbilder der Kandidaten stehen übrigens schon jetzt. Hamm gehört zum Wahlkreis 145 in den auch Lünen, Selm und Werne eingegliedert sind. In Lünen etwa gilt die Sechs-Wochen-Regel nicht. Deshalb grinst dort bereits das Papp-Duplikat von CDU-Direktkandidat Arnd Hilwig den Autofahrern zu.

Während die kleineren Wahlplakate im A1-Format in unbegrenzter Anzahl aufgehängt werden dürfen, gibt es für die Standorte trotzdem Regeln. An öffentlichen Säulen wie Laternen dürfen sie maximal drei Meter hoch hängen (Oberkante). Die Plakate dürfen nicht in den Straßenraum oder Radwege hineinragen und den Verkehr nicht beeinflussen – zum Beispiel wie Verkehrsschilder aussehen oder Verkehrsspiegel verdecken. Auf Gehwegen muss eine Restbreite von 1,5 Metern Platz bleiben. Unzulässig hängende Plakate werden auf Kosten der jeweiligen Parteien entfernt. Spätestens zwei Wochen nach der Wahl (10. Oktober) müssen alle Plakate wieder verschwunden sein.

Acht Direktkandidaten wurden in Hamm für die Bundestagswahl zugelassen. SPD-Mann Michael Thews gewann die Wahl 2017 mit 36,4 Prozent vor Sylvia Jörrißen (35,2 Prozent) von der CDU und tritt auch jetzt wieder an. Für die Christdemokraten kandidiert der Ratsfraktionsvorsitzende Arnd Hilwig, für die Grünen Martin Kesztyüs, für die FDP Lucas Slunjski, für die Linke Rebekka Kämpfe und für die AfD Robert Hennig. Außerdem stehen Folke Hellmig (Freie Wähler) und Dominik Pfau (Die Basis) auf dem Wahlzettel.

Seit 1976 holte in Hamm immer ein SPD-Politiker die meisten Erststimmen. Mit der Ausnahme 2009 (Sieger CDU) setzten sich die Sozialdemokraten seitdem auch immer bei den Zweitstimmen durch.

Bundestagswahl 2021 in Hamm: 124.000 Wahlberechtigte

Darüber, wer am 26. September in den Bundestag einzieht, entscheiden 124.000 Wahlberechtigte aus Hamm mit. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es noch 126.500. Im gesamten Wahlkreis machen die Stimmen aus Hamm fast 53 Prozent aus. Insgesamt sind im Wahlkreis 235.000 Personen wahlberechtigt.

Das erste Mal an einer Bundestagswahl teilnehmen dürfen 6981 Menschen aus Hamm. Viele von ihnen dürften aber bereits Wahlerfahrung haben. Das liegt daran, dass bei der Kommunalwahl schon ab 16 Jahren gewählt werden darf. Auf Bundesebene gilt nach wie vor die 18er-Grenze. Die Wahlbeteiligung lag 2017 bei 72,4 Prozent.

Bundestagswahl 2021 in Hamm: 137 Wahlbezirke

137 Wahlbezirke gibt es für die Bundestagswahl in Hamm; 38 Briefwahlbezirke sind eingeteilt. Die einzelnen Bezirke variieren stark in ihrem Zuschnitt und der Bevölkerungsstruktur. Im kleinsten Wahlbezirk leben nur 225 Personen, im größten dagegen 1372 Menschen. Rund 1 250 Hammer werden am 26. September als Wahlhelfer im Einsatz sein.

Die offizielle Präsentation der Wahlergebnisse am Wahlsonntag findet im Kurhaus mit begrenzter Teilnehmerzahl statt. Die Ergebnisse für Hamm und den Bund werden zeitnah hier auf WA.de zu finden sein.

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