Schon über 18.000 Anträge

Wieder viele Briefwähler in Hamm - „ProHamm“-Ermittlungen noch immer nicht abgeschlossen

Auch in diesem Jahr wollen viele Hammer wieder Briefwahl machen.
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Auch in diesem Jahr wollen viele Hammer wieder Briefwahl machen.

Die Briefwahl wird auch beim Ausgang der Bundestagswahlen in gut drei Wochen eine entscheidende Rolle spielen - und das auch in Hamm.

Hamm – Knapp 18.000 Hammer hatten allein bis Montag, 30. August, Anträge auf Briefwahl gestellt. Das teilte die Stadt am Donnerstag auf WA-Anfrage mit. Das entspreche einer Quote von 14,5 Prozent. Rund 124.000 Wahlberechtigte gebe es in Hamm.

Ebenfalls eine wichtige und teils unrühmliche Rolle spielte die Briefwahl auch bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr. Der Termin jährt sich am 13. September. Immer noch steht der Verdacht im Raum, dass damals aus dem Umfeld der Wählergruppe „Pro Hamm“ versucht wurde, Stimmen von (Erst-)Wählern abzufischen. Wie die Staatsanwaltschaft Dortmund zu Wochenbeginn auf WA-Anfrage mitteilte, sind die Ermittlungen dabei immer noch nicht abgeschlossen.

Ermittlungen wegen „Wählertäuschung“ gegen sechs Beschuldigte

In Gang gekommen war das Verfahren, nachdem der WA Anfang September 2020 über seltsame Vorgänge an einem Hammer Gymnasium berichtet hatte. Die Schüler dort hatten sich in Listen eingetragen und ihre Codes für die Briefwahlunterlagen angegeben. Initiiert worden war dies von Jugendlichen aus dem „ProHamm“-Umfeld, von denen zumindest ein Teil einen Bezug zum Sportverein Taekwondo Herringen hatte.

Dort wiederum ist „ProHamm“-Chef Cevdet Gürle als Trainer und Vorsitzender aktiv. Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft wegen „Wählertäuschung“ gegen sechs Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 46 Jahren.

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