Bündnis zur Rettung der Bergarbeiterkirche

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Zur Rettung der Kirche St. Josef hat sich jetzt ein breites Bündnis gebildet. ▪

HEESSEN ▪ Den geplanten Abriss der Kirche St. Josef wollen die Heessener nicht ohne Gegenwehr hinnehmen. Nachdem das Vorhaben der Kirchengemeinde Papst Johannes bekannt geworden ist, hat sich ein breites Bündnis zum Erhalt des Gotteshauses gebildet. Einzeln und in gemeinsamen Aktionen wollen die Gruppen für dessen Rettung kämpfen.

Neben dem Allgemeinen Knappenverein „Glück auf“ üben sich die IG BCE Ortsgruppe Heessen, die Grünen, die SPD und auch Mitgleider der Kirchengemeinde im Schulterschluss zur Rettung der Kirche. Zudem haben einige Akteure eigens dafür eine Homepage eingerichtet: http://www.bergarbeiterkirche.de.

Die ersten öffentlichen Aktionen laufen am heutigen Samstag an unterschiedlichen Stellen. So sammelt der Knappenverein von 9 bis 11 Uhr Unterschriften auf dem Parkplatz der Kirche St. Josef. Die Grünen stehen dazu von 9 bis 11 Uhr an der Kreuzung Dasbecker Weg/Am Hämmschen, und die SPD ist von 9 bis 11 Uhr auf dem Heessener Markt vertreten. Weiterhin führen die Knappen inzwischen Hausbesuche im Quartier rund um die Bergarbeiterkirche durch, um weiter Unterstützer zu bekommen.

„Die Zustimmung ist riesig“, berichtet Ludger Moor, Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Heessen. Viele Menschen seien gegen den Abriss und fühlten sich nicht richtig informiert. Auch der plötzliche Zeitdruck sei nicht verständlich. Noch beim Neujahrsempfang habe er nachgefragt und die Antwort erhalten, dass vor Ende des Jahres keine Entscheidung fallen werde, kritisiert Moor. Man werde alle Mittel nutzen, um den Abriss der Kirche zu verhindern. Den Beschluss darüber überlasse man den Christdemokraten. Die Sozialdemokraten kämpften für die Rettung der Bergarbeiterkirche, machte er für die SPD deutlich.

Nächstes Treffen

am 23. Mai

Die Zeit jedenfalls drängt, denn am kommenden Dienstag soll der Rat der Stadt Hamm über die planungsrechtlichen Grundlagen zum Abriss von St. Josef beschließen. Hier soll die Verwaltung den Auftrag erhalten, einen Bebauungsplan aufzustellen. Erst nach diesem Beschluss will die Kirchengemeinde Papst Johannes einen Architekturwettbewerb zum Bau eine neuen Altenzentrums an dieser Stelle durchführen. Die Wettbewerbsergebnisse sollen dann in einer Bürgerversammlung im Rahmen vorgestellt werden. Diese Versammlung soll Bestandteil des Bebauungsplanverfahrens sein. Wenn alles nach den Planungen der Gemeinde läuft, könnte die Kirche schon kurz nach der Profanierung am 12. Januar 2012 abgerissen werden.

Bis dahin sammelt das Bündnis für den Erhalt der Bergarbeiterkirche auch auf der Homepage für deren Erhalt abstimmen. Weiterhin laden die Knappen am Mittwoch 23. Mai, um 18 Uhr zu einer zweiten Gesprächsrunde ein. Der Tagungsort steht noch nicht fest. An diesem Abend sollen vorhandene Ideen aus der Gemeinde zur Nachnutzung der Kirche St. Josef erörtert und weiter entwickelt werden. Auch neue Vorschläge sind willkommen. J jim

http://www.bergarbeiterkirche.de

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