Fortbestehen in der Liborius Verlagsgruppe

Buchhandlung in der Oststraße schließt im Jahr des 100-jährigen Bestehens

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Am 10. Juni ist der letzte Verkaufstag in der Buchhandlung Peters an der Oststraße.

Das 100-jährige Bestehen der Buchhandlung Edmund Peters in diesem Jahr bedeutet zugleich den größten Einschnitt in der Unternehmensgeschichte. Inhaberin Heike Hüser gibt den Standort an der Oststraße 26 auf. Letzter Verkaufstag ist der 10. Juni.

Hamm – Die Ära Edmund Peters im stationären Buchhandel ist damit zwar beendet, die Geschäfte gehen unter gleichem Namen aber weiter. Hüser hat die Geschäfte in die Hände der Liborius Verlagsgruppe mit Sitz im Hammer Westen übergeben, unter deren Dach die Buchhandlung weiter geführt wird. Für den Verlag wird Hüser ihre buchhändlerische Fachberatung fortführen und den Schwerpunkt auf das Segment Fachliteratur legen. Aber auch Stammkunden können sich mit ihren Anfragen weiter an die Buchhändlerin wenden.

„Am bisher bei der Buchhandlung Edmund Peters gewohnten Service wird sich nichts ändern“, verspricht der Verlagsleiter der Liborius Verlagsgruppe, Manfred Schmitz. Der Verlag gibt seit mehr als 120 Jahren unter anderem das Liboriusblatt heraus und ist damit selbst ein Traditionsunternehmen in der Stadt.

Vor 24 Jahren kaufte Heike Hüser die Buchhandlung Peters von den Nachfahren des Gründers Edmund Peters. Das Jubiläumsjahr sei für sie der richtige Zeitpunkt, innezuhalten und stolz zurückzuschauen, sagt Hüser. „Aber für mich ist es auch ein Zeitpunkt, mich mit der veränderten Marktsituation und mit der eigenen Nachfolge zu beschäftigen, um dann am Ende Entscheidungen zu treffen“, erklärt die 60-Jährige.

Sie freuen sich über die Kooperation: Heike Hüser und Liborius-Verlagsleiter Manfred Schmitz.

Das habe sie mit einem lachenden und ein03em weinenden Auge getan. „Der Entscheidung liegt keine Pleite zugrunde und sie ist auch keine Folge von Corona. Es geht um die Positionierung für die Zukunft“, sagt sie. Eine Nachfolge sei für sie nicht in Sicht gewesen. Daher sei sie froh, dass die Buchhandlung künftig weiter in dem Traditionsverlag besteht. „Ich bin sicher, dass dieser Schritt der Schritt in die Zukunft ist.“ Gleichwohl sei es natürlich schmerzhaft, eine Institution wie Peters im Jubiläumsjahr zu schließen. Bei ihren vielen Stammkunden habe das zum Teil Sprachlosigkeit ausgelöst. „Viele konnten es im ersten Moment gar nicht glauben“, sagt Hüser. Über die Jahre hätten sich viele persönliche und herzliche Kontakte entwickelt. Für ihren Kundenstamm will sie auch künftig weiter Ansprechpartnerin sein. Auch der Botendienst zur Auslieferung bestellter Bücher ziehe mit zum Liborius Verlag.

Einen Ausverkauf werde es nicht geben, kündigt Hüser an. Es werde in diesen Zeiten wohl eher ein leiser Abschied. Kunden bittet sie, Gutscheine zeitnah und bei Bestellungswünschen mit dem nötigen Vorlauf vor dem 10. Juni (Mittwoch vor Fronleichnam) einzulösen.

Ab dem 1. Juli sind Hüser und die Buchhandlung Edmund Peters beim Liborius Verlag unter Telefon 9404062 oder E-Mail h.hueser@liborius.de erreichbar.

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