Zeugen werden angehört

Brutalo-Schüler (15): Aufruf zur Bluttat per Kurznachricht

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Eine pikante Handy-Kurznachricht steht im Mittelpunkt des Prozesses.

Seit einigen Wochen verhandelt das Dortmunder Landgericht gegen einen 15-jährigen Schüler, der einen Bekannten zum Mord an Juden oder Muslimen aufgerufen haben soll. Jetzt sollen die ersten Zeugen vernommen werden.

Dortmund/ Hamm – Weil die Verhandlung aufgrund des Alters des Angeklagten komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, dringen so gut wie keine inhaltlichen Entwicklungen nach draußen. Klar ist bisher nur: Der Schüler, der seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft inzwischen in einer betreuten Jugendgruppe in Hamm leben soll, hat den grundsätzlichen Vorwurf der Staatsanwaltschaft eingeräumt.

Danach hat er seinem Bekannten eine Kurznachricht auf das Handy geschickt, in der er ihm schrieb, er solle sich doch ein Messer besorgen und anschließend in einer Moschee oder einer Synagoge ein Blutbad anrichten.

Nach Angaben eines Sprechers des Dortmunder Landgerichts beinhaltet das Geständnis allerdings eine Einschränkung: Der Jugendliche will die Kurznachricht nämlich nicht als echten Mordaufruf verstanden wissen. Er habe niemals die Absicht gehabt, jemanden zu einem Anschlag anzustiften und sich auch nicht vorstellen können, dass seine Worte wirklich in die Tat umgesetzt werden könnten.

Mordanschlag auf Andersgläubige geplant?

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 15-Jährigen allerdings außerdem vor, sich größere Mengen Sprengstoff verschafft zu haben. Damit habe er geplant, selbst einen Mordanschlag auf Andersgläubige zu verüben, heißt es in der Anklageschrift.

Was der Jugendliche dazu im Prozess ausgesagt hat, wollte der Gerichtssprecher nicht öffentlich bekannt geben.

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