Endausbau wird vorgezogen

Endausbau der Brentanostraße wird vorgezogen

Die Brentanostraße wird bald ausgebaut.
+
Die Brentanostraße wird bald ausgebaut.

Die Brentanostraße soll schneller als erwartet ausgebaut werden. Um einen rollstuhlgerechten Zugang zu einem kürzlich errichteten Appartementhaus für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, beschloss die Bezirksvertretung Mitte am Donnerstag, den Endausbau des südwestlichen Straßenabschnitts vorzuziehen.

Hamm-Mitte – An der Brentanostraße geht es um die Nachnutzung des ehemaligen Betriebsgeländes der Hugo Schneider GmbH; die Baufirma zog 2005 von der Allee- zur Hafenstraße. Auf dem lange brach liegenden Areal hat die Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (WLV) ein Haus mit zwölf Appartements für junge Menschen mit Behinderungen gebaut. Ein ähnliches Gebäude der Diakonischen Stiftung Wittekindshof soll folgen.

Der bisher geschotterte westliche Abschnitt der Brentanostraße und der schmale Verbindungsweg zur Grünstraße sollten eigentlich erst nach Abschluss aller Bauarbeiten endausgebaut werden, sagte Dirk Becker vom städtischen Tiefbauamt in der Bezirksvertretersitzung. Nachdem das WLV-Gebäude aber jüngst bezogen worden sei, stelle sich die Situation anders dar: Im Rollstuhl komme man nicht über die Baustraße, hier müsse schnell für Abhilfe gesorgt werden.

Endausbau wird vorgezogen

Die Stadt will deshalb mit dem Endausbau des Wendehammers am südwestlichen Ende der Brentanostraße und des Weges zur Grünstraße nicht warten, bis das Gebäude der Stiftung Wittekindshof errichtet ist. Entstehen soll dort ein verkehrsberuhigter Bereich mit rot-braunem Pflaster. Der Auftrag an die vorher dort ansässige Firma Schneider sei bereits erteilt, so Becker.

Für den Endausbau müssen die Anlieger zahlen, die sich in der Sitzung zu Wort meldeten. Betroffen sind neben den vier Grundstücken, die zur Brentanostraße zählen auch zehn Grundstücke an der Heinrich-Lübcke-Straße und zwei weitere an der Grünstraße; sie alle grenzen rückwärtig an die Brentanostraße. Mit welchen Kosten die Eigentümer zu rechnen haben, konnte Becker noch nicht sagen. Er kündigte eine Bürgerversammlung an, bei der Eigentümer ihren Anteil erfragen könnten.

Beiträge für Erschließung und Ausbau

An der Brentanostraße müssen die Anlieger Erschließungsbeiträge zahlen und damit die Kosten für den Neubau einer Straße übernehmen. Die Stadt finanziert damit die Herstellung einer Straße und der damit verbundenen Infrastruktur in Form von Leitungen und Kanälen. Diese Beiträge sind zu unterscheiden von den Anliegerbeiträgen für Straßensanierungen, die nach massiven Protesten von der Landesregierung jüngst gesenkt wurden. Während die Beiträge für Sanierungen von großen Teilen der Bevölkerung als ungerecht abgelehnt werden, gelten die Erschließungsbeiträge als allgemein akzeptiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare