Blindgänger in der Lippeaue: Bombe ist entschärft 

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Die Bombe nach der Entschärfung.

[Update 12:55 Uhr] Hamm - Bei den Vorbereitungen für das Projekt „Erlebensraum Lippeaue“ wurde am frühen Freitagmorgen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Um kurz vor 11 Uhr war die amerikanische 250-Kilogramm-Bombe erfolgreich entschärft.

Der Blindgänger wurde am Freitagmorgen östlich der Kläranlage entdeckt. Dabei handelt es sich um eine amerikanische 250-Kilogramm-Bombe mit Doppelzünder. Um kurz vor 11 Uhr war das explosive Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die gesperrten Wege wurden wieder freigegeben.

Einer der beiden Zünder musste nach dem Ausbau kontrolliert gesprengt werden. Der Grund: Der Zünder habe nicht von der so genannten Übertragungsladung getrennt werden können, sagte Karl-Heinz Clemens vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg.

Die Stadtverwaltung kündigte die Entschärfung ab etwa 10 Uhr an. Zu der Zeit wurde mit den Absperrungen begonnen. Der gesperrte Radius um die Fundstelle betrug 300 Meter. Die eigentliche Entschärfung begann gegen 10:30 Uhr.

Auf der Karte ist der gesperrte Bereich um die Blindgänger-Fundstelle zu sehen.

 

Was die Entschärfung vereinfachte, war, dass Evakuierungsmaßnahmen in dem unbewohnten Gebiet nicht erforderlich wurden, wie auch Straßensperrungen. Es waren lediglich einige Wege im Zugang zum Kanal beziehungsweise zu den Lippeauen nicht zu benutzen. Außerdem mussten die Mitarbeiter der Kläranlage ihren Arbeitsplatz verlassen. Die Landebahn des Flugplatzes Hamm konnte etwa eine Stunde lang nicht genutzt werden.

Die Polizei musste nur einige Wege absperren, aber keine Straßen.

Im Zuge der Vorbereitungen für das Projekt "Erlebensraum Lippeaue" wird der gesamte Bereich auf Relikte des Zweiten Weltkriegs untersucht. Bei diesen Arbeiten wurde jetzt erstmals ein Blindgänger entdeckt. 

Einsatzkäfte des Kampfmittelräumdienstes, der Feuerwehr und des Kommunalen Ordnungsdienstes sind vor Ort.

Ganz nah an der Bombe waren Ralf Kuhlpeter vom Kampfmittelräumdienst (von links), Feuerwerker Friedhelm Kramen und Karl-Heinz Clemens vom Kampfmittelräumdienst.

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