Sondierungen im Hammer "Erlebensraum"

Trotz Entschärfungen im Akkord: Blindgänger-Suche geht weiter

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Karl-Heinz Clemens (rechts) und sein Team bargen am Dienstag gleich drei Bomben.

Hamm - Bereits vier Bomben wurden in diesem Jahr in Hamm entschärft. Viele weitere dürften folgen.

Gleich drei Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg hat Sprengmeister Karl-Heinz Clemens am Dienstag in nur 75 Minuten in den Hammer Lippewiesen entschärft.

Neben zwei 125-Kilogramm-Bomben wurde auch eine 15 Kilogramm schwere Brandbombe entdeckt. Weil sich im Sperrbereich von 250 Metern keine Gebäude befanden, musste keine Evakuierung durchgeführt werden. Gut eine Woche zuvor legte die Entschärfung einer 250-Kilo-Bombe am Flugplatz den Verkehr auf der Münsterstraße lahm.

Neue Funde durch Bodendetektion

Sprengmeister Clemens und sein Team werden in den kommenden Monaten noch öfter nach Hamm kommen müssen. Im Rahmen der Arbeiten für den „Erlebensraum Lippeaue“ gibt es noch eine Vielzahl von Verdachtspunkten. Das liege daran, dass neben Auswertungen von Luftbildern auch Bodendetektionen durchgeführt würden, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster.

Bombenentschärfung in den Lippewiesen

„Dadurch werden auch kleine Blindgänger gefunden, die vorher nicht zu erahnen waren. Bei den Arbeiten für das ,Life’-Projekt wurden 40 Bomben entdeckt. Das ist ein Richtwert“, so Huster. Vor fünf Jahren gab es zudem eine neue und genauere Auswertung von Luftbildern der Alliierten, durch die auch Verdachtspunkte in Gebieten gefunden wurden, die eigentlich bereits als geräumt galten. Diese Flächen mussten seitdem noch einmal untersucht werden.

Unübersichtliches Bild erschwert Suche

Durch die Nähe zum damals strategisch wichtigen Rangierbahnhof gingen unzählige Bomben unweit der Lippe nieder. Durch das unübersichtliche Bild ist eine genaue Einschätzung zu Einschlägen von Blindgängern und Detonationen nach wie vor nur schwer möglich. 

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