Ende erst am späten Montagabend 

Nach langem Warten: 500-Kilo-Bombe in der Lippeaue entschärft

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Da ist sie: Sprengmeister Karl-Heinz Clemens und seine Helfer präsentieren die amerikanische Fliegerbombe.

[Update 23.04 Uhr] Hamm - Nach stundenlangem Warten und vielen anstrengenden Situationen für Beteiligte und Unbeteiligte ging am Ende alles ganz schnell: Um 22.16 Uhr war am Montag die amerikanische 500-Kilo-Fliegerbombe in der Hammer Lippeaue endlich entschärft. Weit mehr als 1000 Menschen hatten zwischenzeitlich ihre Wohnungen verlassen müssen. 

Hier nochmal unser Bomben-Ticker vom Montag zum Nachlesen:

Die Fotos der Großaktion:

500 kg Bombenentschärfung in der Lippeaue an der Mattenbecke

23.04 Uhr: Das Schlusswort gebührt Sprengmeister Karl-Heinz Clemens: "Bis auf die lange Wartezeit ist es perfekt gelaufen." Damit beenden wir den Liveticker zur Bombenentschärfung in der Lippeaue und verabschieden uns. Gute Nacht!

22.57 Uhr: Bei der Bombe handelt es sich um eine amerikanische 500-Kilogramm-Fliegerbombe mit zwei Zündern. Der Heckzünder war intakt, der Kopfzünder dagegen deformiert. Doch auch er ließ sich problemlos herausschrauben. 

22.16 Uhr: Die Bombe ist entschärft!  Am Ende ging alles ganz schnell. Die evakuierten Bewohner dürfen nun zurück in ihre Wohnungen und Häuser. Bleiben Sie dran für nähere Informationen zur Bombe.

21.57 Uhr: Es geht los. Endlich! Um 21.55 Uhr hat der Kampfmittelräumdienst Grünes Licht bekommen. Die Entschärfung beginnt. Sprengmeister Karl-Heinz Clemens rechnet mit einer Dauer von 30 Minuten.

Anwohner warten in der Sachsenhalle.

21.17 Uhr: Immer wieder müssen Polizeibeamte losfahren, um renitente Bewohner, die ihre Wohnungen nicht verlassen wollen, aus dem Sperrkreis zu holen. Mittlerweile sind 300 Menschen in der Sammelstelle.

21.11 Uhr:  Immer noch warten Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst auf das Okay, mit der Entschärfung beginnen zu können. Doch es verzögert sich weiter. "Es wird spät", sagt Bernd Harjes vom Lagedienst der Feuerwehr.

Der Blick aufs Handy für neue Nachrichten.

20.26 Uhr: Es gibt Neuigkeiten, aber noch keinen Start der Entschärfung. Die eigentliche Evakuierung ist zwar abgeschlossen, doch es müssen noch etwa 40 gehunfähige Personen - mehr als angenommen - in Krankenwagen abtransportiert werden. Danach fährt die Polizei Streife und vergewissert sich, dass die Häuser leer sind. Erst dann kann der Sprengmeister zur Tat schreiten.

20 Uhr: Das Warten geht weiter. Mittlerweile sind es gut 200 Menschen, die sich in der Sammelstelle Sachsenhalle befinden. Alle warten darauf, dass es mit der Entschärfung endlich losgehen kann. Doch noch gibt es kein Grünes Licht.

19 Uhr: Alle warten auf "Vollzug". In der Heessener Sammelstelle sind inzwischen rund 100 Personen, die sich versorgen lassen und bei Gesprächen entspannt auf neue Nachrichten warten. Sobald es solche gibt, lesen Sie es schnell auch hier bei uns.

Verkehrschaos in der Innenstadt.
Karl-Heinz Clemens soll die Bombe in den Lippeauen entschärfen.

18.20 Uhr: Als Sprengmeister im Einsatz ist übrigens Karl-Heinz Clemens vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg. Er hat in den vergangenen Jahren in Hamm bereits eine ganze Reihe vergleichbarer Bomben sicher entschärft.

18.15 Uhr: In der Sammelunterkunft ist es derzeit relativ ruhig, berichtet unser Reporter vor Ort. Nur etwa 15 Personen seien dort zur Betreuung erschienen. Drumherum biete sich weiterhin im Feierabendverkehr ein ziemliches Verkehrschaos; die Sicherheitskräfte müssten sich an den Sperrstellen vielen Diskussionen unzufriedener Verkehrsteilnehmer stellen.

18.10 Uhr: Nach Angaben der Feuerwehr sind jetzt alle 38 Sperrstellen eingerichtet. Damit kann die eigentliche Evakuierungsaktion anlaufen. Die Experten wagen eine vorsichtige Prognose: "Wenn alles glatt läuft", werde die Entschärfung zwischen 19 und 19.30 Uhr beginnen können.

Feuerwehrmitglieder vor dem Lagezentrum an der Sachsenhalle.

17.55 Uhr: Es geht nur langsam voran. Nach wie vor läuft die Evakuierungsaktion. Die Einsatzkräfte müssen sicherstellen, dass alle Gebäude um Sperr-Radius leer sind, ehe der Sprengmeister an die Arbeit gehen kann. Schwierig ist es vor allem dann, wenn Betroffene noch nicht über die Medien wie WA.de oder andere Leute informiert wurden.

Bombenfund in Hamm: Alle Adressen für die Evakuierung

17.30 Uhr: Im Umfeld der Sperrbereiche herrscht Verkehrschaos; die Nebenstraßen sind verstopft. Nach Angaben des WA-Reporters hat sich unter anderem zwischen Kurhaus und Münsterstraße ein einziger langer Stau gebildet. Auch findige Verkehrsteilnehmer haben keine Chance: Polizei und Feuerwehr blockieren mit Einsatzfahrzeugen konsequent alle Zufahrten.

Einsatz an der Stegerwaldstraße.

17 Uhr: Nochmal zur Erinnerung: Es gibt keine Zeitangabe für die Aktion bis zur eigentlichen Entschärfung - auch weil viele kleinere Straßen betroffen sind, was die Sperr-Aktion und die Evakuierung mitsamt Überprüfung kompliziert gestaltet. Rund 1520 Menschen sind betroffen.

Viel Verkehr am Piebrockskamp.

16.40 Uhr: Nach WA-Informationen ist das Reha-Gebäude bereits evakuiert. Die Fährstraße ist aktuell nicht mehr befahrbar.

Im Einsatz sind die Berufsfeuerwehr, die freiwillige Feuerwehr, die Polizei, das Ordnungsamt und der Kampfmittelräumdienst. Das DRK kümmert sich um die Versorgung der Menschen in der Sammelstelle Sachsenhalle (Piebrockskamp, 59073 Hamm).

Absperrungen an der Jürgen-Graef-Allee vor dem Jahnstadion.

16.30 Uhr: In der Reha Bad Hamm hat die Evakuierung begonnen. Wieviele Patienten betroffen sind, konnte Verwaltungsleiter Gunnar Müller noch nicht sagen. Jetzt müssten Fahrdienste organisiert und Patienten mit späteren Terminen telefonisch abgesagt werden.

Die Bombe wurde nach Angaben eines Stadtsprechers bei vorbereitenden Arbeiten für das Projekt "Erlebnisraum Lippeauen" gefunden.

Sperre an der Dolberger Straße.

16 Uhr: Ab jetzt werden die betroffenen Straßen gesperrt. Dafür gibt es keine Zeitangabe, da viele kleinere Straßen darunter sind. Erst wenn alle Straßen gesperrt und alle betroffenen Gebäude evakuiert sind, kann die Entschärfung beginnen.

15.50 Uhr: Nach Angaben der Stadt leben im Evakuierungsbereich rund 1520 Menschen. Ab 16 Uhr werden die Sperrstellen eingerichtet, anschließend werden die Bewohner evakuiert. Für die Anwohner wird in der Sachsenhalle eine Sammelstelle eingerichtet (Piebrockskamp, 59073 Hamm).

Der Evakuierungsradius. Klicken Sie rechts oben in das Bild, um das komplette Motiv zu sehen.

15.20 Uhr: Der Evakuierungsradius beträgt nördlich von Datteln-Hamm-Kanal und Lippe 750 Meter, südlich davon 600 Meter. Betroffen sind folgende Straßen: Adenauerallee (Fuß- und Radweg), Ahlender Straße, Am Roggenkamp, An der Mattenbecke, An der Stadtlandwehr, An der Theresienkirche, Arthur-Dewitz-Straße, Bergmannstraße, Brökermersch, Fährstraße, Friedensstraße, Hermann-Pünder-Straße, In der Hovesaat, Jürgen-Graef-Allee, Lambertshof, Markweg, Maybachstraße, Mininster-Stein-Straße, Römerskamp, Sachsenring, Sandstraße, Stegerwaldstraße, Walter-Arendt-Straße und Wilshorststraße.

14.35 Uhr: Der Blindgänger liegt nach Angaben der Stadt nahe der Mattenbecke in der Lippeaue. Gesperrt werden für die Evakuierung unter anderem die Ahlener, Dolberger, Heessener und Fährstraße. Im Evakuierungsbereich liegen die Reha Bad Hamm, das Sportzentrum Ost mit Jahnstadion und Evora Arena sowie zahlreiche Wohnhäuser nördlich der Heessener Straße. Das Maximare befindet sich nicht im Sperrbereich. Die Entschärfung wird von Mitarbeitern des Kampfmittelräumdienstes und der Feuerwehr vorbereitet.

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