Bombenfund im Hammer Rietzgartenviertel bei Bauarbeiten

Vollzug um 22.50 Uhr: Blindgänger entschärft - Sperrungen aufgehoben

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Andreas Brümmer hat die Bombe soeben entschärft.

Hamm - Arbeiter sind am Dienstagnachmittag auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims hinter der Musikschule auf eine Weltkriegsbombe gestoßen. Sie soll noch am Abend entschärft werden. Alles Wichtige hier im Live-Ticker. 

Der News-Ticker zum Nachlesen

22.56 Uhr: Uns bleibt nur, Ihnen Dank zu sagen für rund fünfeinhalb Stunden reges Interesse an unserem News-Ticker zur Bombenentschärfung im Rietzgartenviertel - und Ihnen einen gute Nacht zu wünschen.

22.54 Uhr: Die Bombe wird jetzt verladen, die Zünder sicher verstaut. Alle Anwohner können sich auf den Weg nach Hause machen.

22.52 Uhr: Der Blindgänger im Rietzgartenviertel ist soeben exakt um 22.50 Uhr erfolgreich entschärft worden! Die Straßensperrungen werden in Kürze aufgehoben, alle Anwohner können gleich in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Das hat Hamms Stadtsprecher Tom Herberg mitgeteilt.

22.02 Uhr: Anspannung, Konzentration, Routine: Bei Andreas Brümmer von der Kampfmittelbeseitigung der Bezirksregierung Arnsberg dürften in diesen Minuten viele Dinge zusammengekommen, nachdem der Blindgänger unter Flutlicht mit größter Sorgfalt so freigelegt worden war, dass die Entschärfung vonstatten gehen kann.

21.50 Uhr: Da ist die erste von zwei erhofften Meldungen des Abends: Die Evakuierung ist abgeschlossen, die Entschärfung kann beginnen. Vorher gibt es eine letzte Kontrollfahrt der Polizei durch alle Straßen, dann verlassen auch Polizei und Feuerwehr das Evakuierungsgebiet. Jetzt warten wir auf den Vollzug - mal schauen, wie lange der Fachmann benötigt, um Kopf- und Heckzünder des Blindgängers unschädlich zu machen.

21.36 Uhr: So ist das...Kaum nennt man ein halbwegs konkretes Zeitfenster, da gibt es Details, die das große Ganze ins Stocken bringen. Noch hat die Entschärfung jedenfalls nicht beginnen können. In der zentralen Anlaufstelle im Gymnasium Hammonense haben sich übrigens rund 120 Personen eingefunden, die bei Gesprächen, Müsliriegeln, Obst und Getränken darauf warten, nach Hause zurückkehren zu können.

21.14 Uhr: Den gesetzten Zeitplan scheinen alle Beteiligten fast auf die Minute genau einhalten zu können, ohne dass auch nur ein Hauch von Hektik, Chaos oder Unruhe aufgekommen wäre. Dafür an dieser Stelle allen Einsatzkräften mal ein dickes Kompliment!

21.08 Uhr: Von den drei intern bei den Einsatzkräften gebildeten Evakuierungsbezirken sind zwei inzwischen komplett geräumt, der dritte auch fast. "Es kann sich nur noch um vielleicht zehn bis 15 Minuten handeln, bis die eigentliche Entschärfung beginnt", teilte Stadtsprecher Tom Herberg soeben mit. Andreas Brümmer von der Kampfmittelbeseitigung der Bezirksregierung Arnsberg wird sich der Bombe annehmen.

21.01 Uhr: Während die Evakuierung der Anwohner in die finale Phase geht, hier noch einmal kompakt die wichtigsten Fakten: Bei Bauarbeiten stieß ein Bagger auf etwas Metallisches - offenbar ein amerikanischer 125-Kilo-Blindgänger mit zwei Zündern (Kopf- und Heckzünder). Auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims entstehen Luxuswohnungen, bei der Luftbildauswertung waren keine Verdachtsstellen gefunden worden. Im Umkreis von 200 Metern vom Fundort werden die Anwohner evakuiert, die Entschärfung soll in Kürze beginnen. 

20.37 Uhr: Die Verkehrsbehinderungen - bedingt durch die zahlreichen Absperrungen (auch von Fußgänger- und Radwegen) - halten sich nach unseren Informationen in Grenzen. Gut so!

20.21 Uhr: Wenn die Evakuierung weiterhin so reibungslos läuft wie aktuell, dann könnte es tatsächlich so sein, dass etwa in einer Stunde die eigentliche Entschärfung der Fliegerbombe beginnen könnte. Gegen 22 Uhr könnten dann im Optimalfall die Straßensperrungen aufgehoben werden und die Anwohner zurückkehren. Das allerdings ist noch mit Vorsicht zu genießen... Wir bleiben dran und halten Sie hier auf dem Laufenden.

Fliegerbombe im Rietzgartenviertel in Hamm

20.20 Uhr: Was zweifelsfrei feststeht: Läge des Altenheim An St. Agnes noch im Evakuierungsbereich und nicht knapp daneben, dann würden sich die Evakuierungsmaßnahmen vermutlich bis in die frühen Morgenstunden hinziehen. Der logistische Aufwand wäre ungleich höher - und damit das Zeitfenster, das benötigt würde, um die älteren Damen und Herren in Sicherheit zu bringen. 

20.13 Uhr: Bislang hat es bereits einige Fahrten mit Rettungswagen gegeben, bei denen Anwohner ins Krankenhaus oder aber ins Gymnasium Hammonense gebracht wurden - je nach Grund für die RTW-Fahrt. Für bettlägerige Patienten wurden beispielsweise in den Krankenhäusern der Stadt eigens Betten bereit gehalten. Patienten, die indes bei guter allgemeiner Gesundheit zur Fortbewegung auf den Rollstuhl angewiesen sind, werden nicht in Kliniken gebracht.

20.09 Uhr: Wie Stadtsprecher Tom Herberg auf Anfrage erklärte, sind von Feuerwehr, Polizei, DRK und Stadt insgesamt rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, um den reibungslosen Ablauf bis und während der Bombenentschärfung zu gewährleisten.

20.05 Uhr: Mutmaßlich mehrere hundert Personen sind im Evakuierungsbereich an den betroffenen rund 150 Adressen gemeldet und müssten theoretisch ihre Domizile räumen - so sie nicht lieber zu Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten gefahren sind, um das gute Wetter bei Bier und Bratwurst auszunutzen, anstatt die zentrale Anlaufstelle im Gymnasium Hammonense anzusteuern. Die exakte Personenzahl lässt sich vermutlich erst am Abend oder am Mittwochmorgen feststellen.

19.55 Uhr: Die Evakuierungsmaßnahmen laufen inzwischen auf Hochtouren. Helfer gehen von Tür zu Tür und bitten die Anwohner, ihre Wohnungen bzw. Häuser zu verlassen.

19.28 Uhr: In der zentralen Anlaufstelle für Anwohner und Helfer im Gymnasium Hammonense sind nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg bislang rund 30 Personen eingetroffen. Sie allen hatten sich von sich aus auf den Weg dorthin gemacht, weil sie auch über unseren News-Ticker vom Bombenfund und der anstehenden Evakuierung erfahren hatten.

19.24 Uhr: Sobald alle Zufahrten dicht sind, beginnen die Evakuierungsmaßnahmen. Aufzuschieben war die Entschärfung übrigens nicht: Sobald eine solche Fliegerbombe entdeckt ist, muss sie noch am gleichen Tag unschädlich gemacht werden.

19.14 Uhr: Die Sperrung der Ostenallee und des Nordrings haben bereits gegriffen. Insgesamt werden sogar 19 Zufahrten in den Evakuierungsbereich abgeriegelt, damit niemand mehr von außen hineingelangen kann. Noch einmal der Appell: Wer nicht unbedingt mit dem Auto diesen Bereich an- bzw. durchfahren muss, sollte ihn meiden. 

18.50 Uhr: Ab 19 Uhr wird die Bevölkerung mittels Durchsagen über die anstehende Evakuierung informiert. Anschließend geht die Feuerwehr von Tür zu Tür und klingelt. Nach Beendigung der Evakuierung gibt es noch eine abschließende Kontrolle. 

18.47 Uhr: Rund um das Evakuierungsgebiet kontrollieren Polizei und Feuerwehr die Zufahrten. Man versucht auch Umleitungen einzurichten, dies sei aber auf die Schnelle nicht zu gewährleisten. 

18.45 Uhr: Die Stadt bestätigt, dass die zentrale Anlaufstelle für Anwohner und Helfer im Gymnasium Hammonense eingerichtet wird. Hier werden Anwohner durch das DRK mit Essen und Trinken versorgt. 

18.43 Uhr: Die Evakuierung beginnt um 19 Uhr. Weil die Bevölkerungsstruktur in dem Gebiet auf die Schnelle nicht zu ermitteln ist, ist unklar, wie viele bettlägerige Personen sich in dem Gebiet befinden. Weil damit ein höherer Aufwand verbunden ist, ist nicht klar, wann die Evakuierung beendet ist. "Wir hoffen, das der Einsatz gegen 22 Uhr beendet ist", so Stadtsprecher Tom Herberg. 

18.35 Uhr: Die Lagebesprechung ist beendet. Das Wichtigste: Alle Straßen im Evakuierungsgebiet werden ab 19 Uhr bis zur Entschärfung gesperrt. Besonders dieSperrung der Ostenallee und des Nordrings haben Auswirkungen. Die Stadt rechnet mit erheblichen Verkehrsproblemen. Alle, die können, sollten den Bereich in der Innenstadt weiträumig umfahren. 

18.16 Uhr: Nach WA-Informationen wird eine zentrale Anlaufstelle für Anwohner und Helfer im Gymnasium Hammonense eingerichtet. 

18.10 Uhr: Bei dem Bombenfund handelt es sich um einen Zufallsfund, wie ein Stadtsprecher sagte. In Fachkreisen gibt es auch dafür einen Begriff: "Spontanfund".

17.55 Uhr: Die Stadt hat alle Adressen veröffentlicht, die betroffen sind. Die Liste finden Sie hier: 

Diese Adressen sind von der Evakuierung betroffen

17.50 Uhr: Soeben hat die Stadt einen Evakuierungsplan veröffentlicht. Demnach ist schon klar, dass die Ostenallee und der Nordring vorübergehend gesperrt werden müssen. Wann, steht noch nicht fest.

Innerhalb der roten Linie werden die Anwohner evakuiert. 

17.45 Uhr: Keine Option war es die Evakuierung erst morgen durchzuführen, sagte ein Stadtsprecher. Die Vorschriften sind da eindeutig: Wenn die Bombe in einem Wohngebiet entdeckt wird, muss sie unverzüglich entschärft werden. "Wir können die da nicht liegen lassen", so Tom Herberg von der Stadt. 

17.38 Uhr: Nach WA-Informationen ist einer der beiden Zünder beschädigt. 

17.36 Uhr: Nach Angaben unseres Reporters vor Ort wird der Radius wohl nur 200 Meter betragen. Alles Weitere wird in einer Lagebesprechung unter anderem mit der Feuerwehr beschlossen.

17.25 Uhr: Beginn der Evakuierung ist um 19 Uhr. Wann die Bombe entschärft wird, ist aber unklar. Andreas Brümmer von der Kampfmittelbeseitigung der Bezirksregierung Arnsberg wird sich der Bombe annehmen. 

Die Karte.

17.24 Uhr: Der Evakuierungsradius beträgt 200 Meter. Wie viele Anwohner betroffen sind, steht noch nicht fest. Nicht betroffen ist das Altenheim An St. Agnes. 

17.17 Uhr: Bei dem Blindgänger handelt es sich nach ersten Angaben um eine 125-Kilogramm-Bombe vermutlich aus amerikanischer Produktion. Das Besondere, aber auch gefährliche: Sie hat zwei Zünder. 

Derzeit führt die Firma Heckmann Bauarbeiten für Luxuswohnungen auf dem Gelände durch. Im Vorfeld gab es eine Luftbildauswertung, dabei waren keine Verdachtsstellen gefunden worden. Doch gegen 15.30 Uhr stieß der Bagger plötzlich auf etwas Metallisches. 

Auf dem Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims wurde eine Bombe gefunden. 

Sofort wurde der Kampfmittelräumdienst verständigt, der den Verdacht bestätigte. Die Bombe soll noch heute entschärft werden. Die Vorbereitungen dazu laufen. Derzeit findet eine Lagebesprechung der Behörden untereinander statt, um die Evakuierung vorzubereiten.

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