Verhängnisvolle Explosion

Bombenbauer aus Heessen: Polizei schließt Ermittlungen ab - Anklage erwartet

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Durch die Wucht der Detonation wurde ein Fenster aus der Verankerung gerissen.

Hamm - Die Hammer Polizei hat ihre Ermittlungen nach der verhängnisvollen Explosion an der Hohen Brede in Heessen inzwischen abgeschlossen und die Akte an die Staatsanwaltschaft verschickt.

Noch hat die Staatsanwaltschaft allerdings keine Anklage erhoben gegen einen 26-jährigen Heessener, der am 17. Juli in einer Mietwohnung an der Hohen Brede fahrlässig eine Explosion mit beträchtlichem Schaden herbeigeführt haben soll. Dass es zur Anklage kommt, dürfte aber außer Frage stehen.

Der Mann wird sich voraussichtlich wegen vorsätzlichen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und wegen des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verantworten müssen.

Aufgefallen nach BKA-Hinweis

Bereits am 8. April hatte der 26-Jährige per Durchsuchungsbeschluss Besuch von der Polizei erhalten. Die Ermittler fanden damals zwei selbst gebaute „Brandknallsätze“, die vom Landeskriminalamt als zündfähig eingestuft wurden.

Aufgefallen war der Mann dem Bundeskriminalamt (BKA), weil er auffällige Mengen von Chemikalien im Internet bestellt hatte. Laut Staatsanwaltschaft sei schon dieser erste Fall anklagefähig. Dennoch bastelte der Mann offenbar weiter.

Nachbarn hatten von wiederholten Knallgeräuschen berichtet, woraufhin in Heessen nach weiteren Sprengkörpern gesucht wurde. Die Anwohner schilderten wochenlange Angst. Sie hätten sich davor gefürchtet, zu sterben, wenn bei den fragwürdigen und gefährlichen Experimenten des 26-Jährigen etwas schief ginge.

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