Tatort Stephanusplatz in Bockum-Hövel

Einbruch bei Sparkasse: Was war in den Schließfächern?

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Durch dieses Fenster waren die Täter in die Sparkasse eingebrochen.

Bockum-Hövel - Die beiden Einbrecher, die am frühen Sonntagmorgen in die Sparkassenfiliale am Stephanusplatz in Bockum-Hövel eingedrungen waren, haben die komplette Schließfachanlage demoliert und Zugang zu Dutzenden von Fächern gehabt. Ob sie auch geldwerte Beute gemacht haben, ist noch unklar.

Klar ist, dass in Sparbuchschließfächer, wie sie von den beiden Tätern aufgebrochen worden waren, grundsätzlich kein Geld und keine Wertsachen gehören. Aber ob sich die Kunden des Bankhauses auch an diese Maßgabe gehalten haben?

Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass in solchen Behältnissen auch beträchtliche Werte – ohne jeglichen Versicherungsschutz – deponiert worden wären. Im Februar 2016 erbeutete ein Schließfachknacker aus der Volksbankfiliale an der Bismarckstraße 90.000 Euro in bar und Schmuck im Wert von mehreren 10.000 Euro. Innerhalb weniger Minuten hatte er 200 Fächer geöffnet. Die Beute lag übrigens in nur zwei Fächern. Der „Schränker“ wurde Wochen später gefasst und im November 2016 in Paderborn als Serientäter zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Davon ist man im aktuellen Fall noch meilenweit entfernt. Die Sparkasse rief gestern Morgen zunächst alle Schließfach-Kunden an und informierte diese über den Einbruch. Bis zum Nachmittag gab es 26 Rückmeldungen; in fünf Fällen waren Sparkassenbücher gestohlen worden, welche aber für die Täter wertlos seien, so ein Sparkassensprecher. Ein Zeuge war am Sonntag Morgen um 5.45 Uhr durch ein Geräusch auf die beiden Täter aufmerksam geworden und hatte gesehen, wie diese in Richtung Schultenstraße davonliefen. Vier Minuten, nachdem die Polizei alarmiert wurde, sei sie mit einem Streifenwagen am Einsatzort gewesen, so ein Polizeisprecher.

Wie berichtet, konnten die Männer nicht gefasst werden. Die Einbrecher hatten an der Gebäuderückseite ein Fenster aufgehebelt und waren hierdurch in die Kundenhalle gelangt. Dort befinden sich auch die Sparbuchschließfächer. Weitere Behältnisse wurden nicht aufgebrochen. Parallelen zu ähnlichen Fällen – am 4. März wurden in Beckum an einer Volksbank die Schließfächer geknackt – sehe die Polizei derzeit nicht, so ein Behördensprecher.

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