Schäden größer als zunächst angenommen

Stefanhalle wird eventuell gar nicht mehr nutzbar sein

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Teile der Deckenverkleidung drohten nach dem Wassereinbruch in folge des Orkans Friederike heruntergefallen. Eine Begutachtung der Halle nach dem Unwetter brachte einen enormen Sanierungsbedarf ans Licht.

Bockum-Hövel - Die Turnhalle an der Stefanstraße bleibt auf unabsehbare Zeit gesperrt. Ja, sie könnte vielleicht dauerhaft nicht mehr für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Das wird derzeit geprüft.

Orkan Friederike hat wohl doch größere Schäden angerichtet, als ursprünglich angenommen. Bei der Begutachtung ist zudem weiterer Sanierungsbedarf entdeckt worden. „Das Ausmaß hat uns überrascht“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg auf Anfrage des WA. Insgesamt, so lautet eine erste Einschätzung, lägen die Kosten in einem mittleren sechsstelligen Bereich.

Welche Summe es am Ende aber wirklich koste, lasse sich jetzt noch nicht abschätzen. Der Gutachter habe seine Arbeit inzwischen erledigt. Man studiere das Gutachten derzeit noch und werde dann ein Sanierungskonzept erarbeiten. Die Höhe der Summe, die für eine Sanierung aufgewendet werden müsse, sei daher noch nicht bezifferbar.

Anfangs habe man angenommen, dass die Dachhaut durchfeuchtet sei und dass auch Schäden an der Unterdecke entstanden seien. Bei der genaueren Untersuchung sei jedoch festgestellt worden, dass als Folge der durch den Sturm verursachten Undichtigkeit auch die Wärmedämmung völlig durchfeuchtet sei, so Herberg.

Sturmtief Friederike in Hamm

Hinzu komme, dass die Halle bereits im Jahr 1966 erbaut worden sei. „Wir wussten ja, dass sie nicht mehr in einem Super-Zustand ist“, so Herberg. Elektrik, Heizung und Blitzschutz hätten auf Dauer erneuert werden müssen. Das sei aber nicht sofort zwingend notwendig gewesen. Der Sturm- und Feuchtigkeitsschaden sei aber so gravierend, dass man die Halle jetzt nicht mehr nutzen könne. Ohne den Orkan hätte der Betrieb weiter gehen können, sagte Herberg.

Wenn jetzt saniert werden müsse, spiele man natürlich auch durch, was es koste, alles in Ordnung zu bringen. Daher würden verschiedene Konzepte untersucht. Dazu gehöre eine Übergangslösung, bei der nur das Notwendigste gemacht werde, aber auch die grundlegende Sanierung, die man dann vielleicht zeitlich vorziehe. Wenn die Summe feststehe, überlege man auch, ob nicht ein Neubau wirtschaftlicher sei.

Mit all diesen Fragen beschäftige man sich in den nächsten Wochen. „Anfang April wollen wir dann detailliert wissen, wie viel es kostet“, so Herberg. Weil es länger dauere und es nicht absehbar sei, wann die Halle wieder genutzt werden könne, arbeite die Verwaltung derzeit an einem Ausweichkonzept für die Schulen und Vereine, so Herberg. Sie würden in den kommenden Monaten in anderen Hallen untergebracht.

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