Tolle Weihnachtsstimmung auch ohne blinkende Lichter

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Für alle 100 Bäume haben sich Schückpaten gefunden. So verbreitet sich auch ohne spezielle Beleuchtung eine adventliche Atmosphäre im Höveler Zentrum.

Bockum-Hövel - Für eine Notlösung sieht der Weihnachtsschmuck im Zentrum Hövels, den der Aktionskreis Bockum-Hövel Plus auf die Schnelle organisiert hat, sehr gut aus.  Die rund 100 geschmückten Bäume vermitteln eine festliche Atmosphäre, tagsüber jedenfalls.

Denn, wie berichtet, fehlt dieses Jahr die stimmungsvolle Beleuchtung, weil die alten Lichterketten marode sind. So haben sich die Aktiven im Aktionskreis schon einmal Gedanken gemacht, wie es weitergehen kann, mit Nachbesserungen in diesem Jahr und mit einer neuen Beleuchtung im kommenden. Wenigstens der große Baum an der Hohenhöveler Straße soll demnächst noch Lichter bekommen.

Ein Problem ist hier der Strom. Weil angrenzende Geschäfte sich nur zu Geschäftszeiten bereit erklärt hätten, Elektrizität zur Verfügung zu stellen, habe der Aktionskreis jetzt auch private Anlieger angesprochen, berichtet Hartmut Weber, 1. Vorsitzender des Aktionskreises. Man habe weiterhin überlegt, an die Stadtwerke heranzutreten und die Straßenlaternen an der Hohenhöveler Straße zu nutzen. Doch das sei ein weiteres Problem. Sie seien zu einem großen Teil nicht an das eigene Stromnetz der Straßenbeleuchtung, sondern das normale Niederspannungsnetz angeschlossen. Zusätzliche Steckdosen an den Laternen, über die eine Weihnachtsbeleuchtung gespeist werden könnte, verursachten sehr hohe Kosten, sagt Weber.

 Daher wolle man sich Anfang des kommenden Jahres mit den Stadtwerken zusammensetzen, um nach einer Lösung zu suchen. Die solle neben der Hohenhöveler Straße auch die Marine- und die Oswaldstraße einbeziehen. Zudem überlege der Aktionskreis, die Verbindung zwischen Marktplatz und Marinestraße mit dem Schwungrad in das Beleuchtungskonzept hineinzunehmen. Man werde sich nach einer geeigneten Beleuchtung umsehen, mögliche Standorte und die Strukturen prüfen, die Kosten ermitteln und ein Konzept erstellen.

„Billig ist das nicht zu haben“, sagt Weber. Lichterbögen kosteten pro Stück sicherlich 500 Euro. Wenn man nur 30 von ihnen für die drei Straßen anschaffe, lande man schon bei 15 000 Euro. Dennoch gibt es aus seiner Sicht auch Lichtblicke. So habe der Aktionskreis einen Teilsponsor gewinnen können. Auch Einzelpersonen überwiesen bereits Beiträge für eine neue Beleuchtung.

Enttäuscht zeigte sich Weber darüber, dass der Antrag des Aktionskreises zur Weihnachtsbeleuchtung nicht auf die Tagesordnung des öffentlichen Teils der Bezirksvertretersitzung aufgenommen worden war. Er hatte angeregt, Reste der Strukturausgleichsmittel, die seit 1998 noch nicht abgerufen wurden, als Grundstock für eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu verwenden.

Wie der WA erfahren hat, wurde dieser Antrag im nichtöffentlichen Teil der Sitzung abgelehnt. Auf Nachfrage sagte Bezirksvorsteher Udo Helm, er schlage vor, sich im neuen Jahr Gedanken um eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu machen, welche Möglichkeiten es gebe, wo man sie anbringen könne und wie hoch die Kosten seien. Dazu solle im Januar ein Gremium gebildet werden. Auch die Bürger seien aufgefordert, Vorschläge zu machen, so Helm. Über die Verwendung der Strukturausgleichsmittel zur Finanzierung der neuen Weihnachtsbeleuchtung könne man dann sprechen, wenn konkrete Vorschläge vorlägen.

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